Margaret fand König Charles' Sommerdomizil "schrecklich"
Für Prinzessin Margaret (†71) war das Castle of Mey offenbar alles andere als ein Sehnsuchtsort. Das im schottischen Caithness gelegene Anwesen ihrer Mutter soll sie einst als "Mamas zugiges Schloss" und schlicht als "einen schrecklichen Ort" bezeichnet haben. Queen Mum (†101) selbst sah das völlig anders: Für sie war das historische Gemäuer ein geliebter Rückzugsort, an dem sie Jahr für Jahr mehrere Wochen verbrachte. Heute ist es ihr Enkel, der die Tradition fortführt. König Charles III. (77) nutzt das Domizil ganz im Norden Schottlands inzwischen selbst und startet dort aktuell seine jährliche Sommerpause. Auch Königin Camilla (79) begleitet ihn regelmäßig an diesen Ort, der zu den weniger bekannten royalen Residenzen zählt. Lange bleibt der Monarch allerdings nicht: Im Anschluss an den Aufenthalt soll es für ihn weiter nach Balmoral gehen, wo er seinen Urlaub traditionell fortsetzen will.
Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Queen Mum erwarb es 1952, kurz nach dem Tod ihres Ehemanns König George VI. – der überlieferte Kaufpreis soll je nach Bericht zwischen einem und 116 Euro gelegen haben. Die Mutter der verstorbenen Queen Elizabeth II. (†96) reiste üblicherweise im August für rund drei Wochen an und kehrte im Oktober für weitere zehn Tage zurück. Seit ihrem Tod im Jahr 2002 können auch Besucher einen Blick hinter die Mauern werfen, normalerweise von Mai bis September. Ausgenommen ist lediglich der Zeitraum Ende Juli und Anfang August, in dem Charles und Camilla dort Urlaub machen. Auf dem Programm stehen unter anderem Champagnerführungen für Gruppen von bis zu zwölf Personen und ein individuell zusammengestelltes Drei-Gänge-Menü am "The King's Table", an dem auch der König weiterhin speist. Dazu gibt es optional Whisky- oder Ginverkostungen und Dudelsackmusik. Übernachten lässt es sich von April bis Oktober in der Fünf-Sterne-Unterkunft Granary Lodge mit Blick auf den Pentland Firth.
Nach den Tagen im hohen Norden setzt Charles seine Sommerpause traditionell auf dem Landsitz Balmoral fort. Dort sollen im Laufe des Aufenthalts nach und nach verschiedene Mitglieder der erweiterten Königsfamilie zu ihm stoßen. Die gemeinsamen Wochen in den schottischen Highlands haben bei den Royals eine lange Geschichte und bieten der Familie eine Auszeit von ihren offiziellen Verpflichtungen. Zu den typischen Beschäftigungen auf dem weitläufigen Anwesen zählen Wandern, Reiten und Angeln, aber auch ausgedehnte Picknicks im Grünen. Damit selbst Regen und Wind den Plänen nicht in die Quere kommen, gibt es auf dem Gelände eine eigene Picknickhütte. So kann die Familie ihre Mahlzeiten auch dann in der Natur genießen, wenn das Wetter eigentlich nicht mitspielt.












