Nach Elfmeterpatzer: Jonathan Tah empfindet tiefen Schmerz
Jonathan Tah (30) hat sich nach dem bitteren Fußball-WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay zu Wort gemeldet. Der Innenverteidiger des FC Bayern München war im Elfmeterschießen als letzter Schütze angetreten – und hat den entscheidenden Schuss vergeben. Nun brach der 30-Jährige sein Schweigen und wandte sich mit einem emotionalen Statement auf Instagram an die Öffentlichkeit. "Der verschossene Elfmeter ist mir schon Tausende Male durch den Kopf gegangen und man versucht, ihn in seinen Gedanken irgendwie doch ins Tor zu lenken. Aber die Realität ist, dass der Ball nicht drin war. Und das tut weh", schrieb er.
Obwohl zahlreiche Mitspieler, darunter Leon Goretzka (31), den Schritt verweigert hatten, als Kapitän Joshua Kimmich (31) dringend nach Elfmeterschützen suchte, hatte sich Tah, der keinerlei Erfahrung mit Elfmetern in seiner Karriere hatte, bereit erklärt, Verantwortung zu übernehmen. Trotz des Schmerzes betonte er, keine Sekunde zu bereuen, angetreten zu sein: "Ich würde ihn nächstes Mal wieder schießen! Mit voller Überzeugung und Zuversicht, ihn für Deutschland reinzumachen." Außerdem erklärte er, das frühe Turnieraus noch gar nicht richtig verarbeitet zu haben: "Zu akzeptieren, dass man alles gegeben hat, um ein erfolgreiches Turnier zu spielen und es dann trotzdem nicht gereicht hat, fällt gerade am schwersten."
Unter seinem Beitrag erhielt Tah jede Menge Rückendeckung: Neben seinem Ex-Klub Bayer Leverkusen und seinem Ex-Mitspieler Granit Xhaka meldeten sich auch Popstar Pietro Lombardi (34) und Katie Goodland, die Frau seines Bayern-Kollegen Harry Kane (32), mit unterstützenden Worten. Für Jonathan Tah war die WM in den USA sein erstes großes Turnier dieser Art. Bei der WM 2022 in Katar war er noch nicht im Kader. An der Heim-Fußball-EM vor zwei Jahren hatte er hingegen teilgenommen. Bevor die Vorbereitung mit dem FC Bayern auf die neue Saison beginnt, will Tah nun erst einmal durchatmen.













