Ex-Prinz Andrew sagt aus: Maskierter Mann verfolgte ihn
Eine Begegnung nahe seinem Zuhause beschäftigt nun die britische Justiz: Die Aussage von Andrew Mountbatten-Windsor (66) steht im Mittelpunkt gleich zweier Verfahren gegen den mutmaßlichen Stalker Alex Jenkinson. Am Westminster Magistrates' Court verlas Richter Tan Ikram am Donnerstag Auszüge aus der Schilderung des Royals zu dem Vorfall in der Nähe seines Wohnsitzes Marsh Farm auf dem Sandringham-Anwesen. Darin berichtete Andrew, ein Mann mit Sturmhaube habe sich ihm zugewandt und ihn dann verfolgt. "Dann erkannte er, wer ich war, und begann, hinter meinem Fahrzeug herzurennen", zitierte The Sun aus der Aussage. Der Vorwurf lautet, Jenkinson habe dem Ex-Prinzen mit seinem Verhalten Angst vor rechtswidriger Gewalt gemacht. Zum Abschluss des Termins verlängerte der Richter die vorläufige Stalking Protection Order gegen den Beschuldigten.
Zusätzlich beantragt die Polizei von Suffolk eine dauerhafte zivilrechtliche Schutzanordnung. Als Grundlage dienen dabei sowohl Andrews Aussage als auch Erkenntnisse aus der Auswertung von Jenkinsons Handy. Der Beschuldigte bestreitet den gegen den Royal gerichteten Vorwurf, bedrohliche, beleidigende oder beschimpfende Worte beziehungsweise entsprechendes Verhalten eingesetzt zu haben. Eingeräumt hat er dagegen, am 6. Mai in Polizeigewahrsam keine Blutprobe abgegeben zu haben. An der Verhandlung selbst nahm Jenkinson nicht teil: Er hatte seinen Hund Indie mitgebracht, woraufhin Gerichtsmitarbeiter ihm den Zutritt verweigerten. Seine Anwältin erklärte, ihr derzeit wohnungsloser Mandant leide an ADHS und benötige das Tier zur Unterstützung. Nachweise dafür lagen dem Gericht laut eigenen Angaben allerdings nicht vor. Die Verhandlung über die polizeilich beantragte Anordnung wurde vertagt. Eine Vorverhandlung ist für den 22. Januar am Loughborough Magistrates' Court angesetzt, die abschließende Anhörung soll am 16. Februar in Westminster stattfinden.
Der zugrunde liegende Vorfall ereignete sich am 6. Mai unweit von Andrews Zuhause auf dem Sandringham-Anwesen. Der jüngere Bruder von König Charles (77) war dort mit seinen Hunden unterwegs – dabei soll es sich um die Corgis seiner verstorbenen Mutter Queen Elizabeth II. (†96) gehandelt haben. Ein abgestelltes Auto hielt er zunächst für das Fahrzeug von Pressefotografen. Nach seiner Schilderung bemerkte er dann den maskierten Mann, der aus seiner Sicht deplatziert wirkte. Wenig später lief zudem ein nicht angeleinter Hund auf diesen zu. Verletzt wurde der Ex-Royal bei der Begegnung nicht. Jenkinson wurde nach dem Vorfall rund einen Monat lang auf Grundlage des britischen Mental Health Act untergebracht. Im Dezember soll Andrew als Zeuge in seinem Fall vor Gericht aussagen.








