Nach Bedrohung muss Ex-Prinz Andrew vor Gericht aussagen
Ein Spaziergang mit den Hunden endete für Andrew Mountbatten-Windsor (66) in einem Schockmoment – und beschäftigt nun die Justiz. Am 21. Dezember soll der frühere Duke of York per Videoschalte vor dem Westminster Magistrates' Court als Zeuge aussagen. Hintergrund ist laut The Sun ein Vorfall vom 6. Mai in unmittelbarer Nähe seines Zuhauses auf dem Sandringham-Anwesen. Gegen 19:30 Uhr war der Ex-Royal mit den Corgis seiner verstorbenen Mutter, Queen Elizabeth II. (†96), unterwegs, als ein maskierter Mann aus einem rund 50 Meter entfernt geparkten Auto gesprungen und auf ihn zugerannt sein soll. Andrew ergriff daraufhin mit den Vierbeinern die Flucht und blieb unverletzt. Für den ohnehin angeschlagenen Bruder von König Charles (77) bedeuten die Gerichtstermine neue belastende Schlagzeilen.
Auf der Anklagebank sitzt der 39-jährige Alex Jenkinson, der die Vorwürfe bestreitet. Ihm wird zur Last gelegt, mit drohenden, beleidigenden oder beschimpfenden Worten beziehungsweise entsprechendem Verhalten Angst ausgelöst oder Gewalt provoziert zu haben. Ein unbewaffneter Personenschützer soll den Verdächtigen im Dorf Wolferton in der Nähe von Andrews Anwesen Marsh Farm gestellt und danach die Polizei gerufen haben. Der eintägige Prozess war ursprünglich für den 5. August angesetzt, wurde nun aber auf den 21. Dezember vertagt. Neben Andrew sollen auch Stephen Terry, Michael Duncan sowie ein Polizeibeamter als Zeugen gehört werden. Die Staatsanwaltschaft möchte außerdem mutmaßliche Google-Suchen des Angeklagten zu den Sicherheitsvorkehrungen des Ex-Prinzen in Norfolk als Beweismittel verwenden. Die Verteidigung hält die Telefondaten für nicht relevant und verlangt vor einer möglichen Zulassung eine forensische Auswertung. Bis zum 15. September darf die Anklage die Daten erneut einreichen.
Der Fall umfasst noch weitere Anklagepunkte: Jenkinson soll sich auch gegenüber Stephen Terry bedrohlich verhalten haben – auch hier plädierte er auf nicht schuldig. Schuldig bekannte er sich dagegen, nach seiner Festnahme die Abgabe einer Blutprobe verweigert zu haben. Aktuell ist der Angeklagte gegen Kaution auf freiem Fuß, allerdings mit klaren Auflagen: Er darf weder Andrew noch Terry kontaktieren und muss mindestens 500 Meter Abstand zu den royalen Residenzen in Sandringham, Balmoral, Windsor und Highgrove sowie zum Buckingham-Palast halten.








