König Charles entzieht gleich zehn Leuten den Ehrentitel
König Charles III. (77) greift in diesem Jahr auffällig häufig durch: Bereits zehn Personen haben 2026 ihre britischen Ehrentitel wieder abgeben müssen. Das berichtet die Oxford Mail. Betroffen sind sechs Träger eines "Member of the Order of the British Empire"-Titels (MBE), drei Männer mit dem Titel "Officer of the Order of the British Empire" (OBE) und sogar ein Ritter – der nordirische Ex-Politiker Jeffrey Donaldson. Sein Fall wiegt am schwersten und sorgte für die größte Aufmerksamkeit: Der frühere Vorsitzende der Democratic Unionist Party wurde im Juni 2026 in 18 Fällen wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Unter seinen Opfern befanden sich auch zwei Kinder.
Jeffrey war 2016 zum Knight Bachelor ernannt worden, saß viele Jahre im House of Commons und gehörte dem Privy Council an, der den König in politischen und zeremoniellen Fragen unterstützt. Nach seiner Verurteilung bat der Politiker selbst darum, seinen Rittertitel zurückzugeben und aus dem Kronrat entlassen zu werden. Seinen Sitz in dem Gremium verlor er Anfang Juli, am 23. Juli folgte die offizielle Bekanntmachung. "Der König hat die Annullierung und Aufhebung des Jeffrey Mark Donaldson am 11. Juni 2016 verliehenen Ritterschlags zum Knight Bachelor angeordnet", schrieb The Gazette.
Ihre MBE-Auszeichnung verlieren zudem Ian Ashbolt, Graham Trewhella, Ex-Soldat Lloyd Hamilton, Angela Middleton, der frühere Arzt Nigel O'Connor sowie der ehemalige schottische Rugbykapitän Stuart Hogg. Bei den ersten drei Männern wird laut Oxford Mail eine "kriminelle Verurteilung" als Grund genannt, bei Nigel war eine "berufliche Rüge" ausschlaggebend. Die drei gestrichenen OBE-Titel betreffen Tony Reilly, Anant Shah und Paul Rose – hier werden unter anderem eine berufsrechtliche Rüge und die Beschädigung des Ansehens des Ordenssystems angeführt.








