Trump sorgt mit Worten über "junge Mädchen" für Empörung

Trump sorgt mit Worten über "junge Mädchen" für Empörung

- Nurin Khalil
Lesezeit: 2 min
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Ein Auftritt an der Nassau County Police Academy in Garden City im US-Bundesstaat New York sorgt derzeit für hitzige Diskussionen. Donald Trump (80) sprach dort laut The Blast eigentlich über die aus seiner Sicht sinkende Kriminalität im Land – plötzlich kam der US-Präsident jedoch auf weibliche Angestellte des Weißen Hauses zu sprechen und bezeichnete sie mehrfach als "junge, schöne Mädchen". Vor Polizeikräften und Regierungsvertretern wie FBI-Direktor Kash Patel und Justizminister Todd Blanche erklärte er: "Diese jungen, schönen Mädchen im Weißen Haus ... sie kommen rein." Dass seine Wortwahl für Kritik sorgen könnte, war ihm offenbar bewusst – er legte trotzdem nach: "Nun, ich soll nicht 'schön' sagen, aber was soll's!" Videos der Szene verbreiteten sich anschließend rasant in den sozialen Netzwerken. Viele Nutzer zeigten sich entsetzt, und ausgerechnet eine Anspielung auf den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) drängte Trumps eigentliche Botschaft zur öffentlichen Sicherheit völlig in den Hintergrund.

Inhaltlich wollte der Politiker mit der Anekdote offenbar seine Erfolge untermauern: Mitarbeiterinnen kämen zu ihm, um sich für die angeblich verbesserte Sicherheitslage in Washington, D.C. zu bedanken. Eine Frau habe ihm erzählt, sie habe früher aus Angst kaum ihre Wohnungstür geöffnet, laufe inzwischen aber wieder ohne Furcht zu Fuß zur Arbeit ins Weiße Haus. Hängen blieb im Netz allerdings vor allem die Formulierung von den "jungen, schönen Mädchen". "Was zum Epstein ist das?", fragte ein User in den sozialen Medien. Ein anderer schrieb: "Wenn dir jemand zeigt, wer er ist, dann glaube ihm." Weitere Kommentare fielen noch deutlicher aus: "Krank, krank, krank ... warum ertragen die Amerikaner diesen widerlichen, verachtenswerten Mann?" und "Er ist ein narzisstischer, unreifer, dementer und verblendeter kleiner Mann." Den Auftritt nutzte Trump zugleich, um vor den Zwischenwahlen republikanische Kandidaten zu unterstützen.

Die Epstein-Anspielungen im Netz haben einen Hintergrund: In den 1990er- und frühen 2000er-Jahren bewegten sich Donald und Jeffrey Epstein teilweise in denselben gesellschaftlichen Kreisen, ehe es Berichten zufolge zum Zerwürfnis kam. Aufzeichnungen belegen, dass Trump mehrfach mit Epsteins Flugzeug reiste. Die verfügbaren Fluglisten enthalten allerdings keinen Nachweis für eine Reise auf die Privatinsel des Sexualstraftäters. Der Präsident selbst bestreitet jede Beteiligung an den Verbrechen und erklärte, die Insel nie besucht zu haben. Dass sein Name in Unterlagen aus Epsteins Umfeld auftaucht, ist kein Beleg für kriminelles Verhalten. Trump wurde weder wegen eines Fehlverhaltens gegenüber Minderjährigen strafrechtlich angeklagt noch dafür haftbar gemacht.

Donald Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus
Getty Images
Donald Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus
Donald Trump und Melania Trump begrüßen Gäste beim Congressional Picnic am Weißen Haus in Washington, DC, am 19. Mai 2026
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Donald Trump und Melania Trump begrüßen Gäste beim Congressional Picnic am Weißen Haus in Washington, DC, am 19. Mai 2026
Demonstranten mit Plakat von Donald Trump und Jeffrey Epstein
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Demonstranten mit Plakat von Donald Trump und Jeffrey Epstein
Hat Donald Trump mit seinen Worten über die Mitarbeiterinnen eine Grenze überschritten?