Film floppte: Donald Trump lobt Melanias Doku in den Himmel

Film floppte: Donald Trump lobt Melanias Doku in den Himmel

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Bei einem Auftritt vor Anhängern in Las Vegas geriet Donald Trump (80) ins Schwärmen – und zwar über seine Ehefrau Melania Trump (56). Das frühere Model bezeichnete er dabei kurzerhand als großen Filmstar. Wie OK! berichtet, ging der US-Präsident sogar noch einen Schritt weiter und erklärte zu ihrer Dokumentation "Melania: Twenty Days to History": "Sie hat einen Film gemacht, ich glaube, es ist der Nummer 1 Film des Jahres." Die tatsächlichen Zahlen zeichnen allerdings ein völlig anderes Bild. Weltweit spielte die Produktion in den Kinos gerade einmal 14,4 Millionen Euro ein. Amazon MGM Studios soll für Rechte und Vermarktung dagegen rund 65 Millionen Euro ausgegeben haben. Von einem Spitzenplatz in den Kinojahrescharts kann also keine Rede sein – finanziell blieb der Film deutlich hinter den Erwartungen.

Immerhin ein Achtungserfolg gelang zum Start: Am ersten Wochenende nahm die Doku 6,2 Millionen Euro ein und legte damit den besten Kinostart einer Dokumentation seit über zehn Jahren hin. Die große Erfolgsbehauptung des Präsidenten rechtfertigt das jedoch nicht. Auch beim Streaming lief es überschaubar: In der ersten Woche bei Amazon Prime Video kam der Film auf 230 Millionen angesehene Minuten und damit nur auf Platz sieben. Zum Vergleich: "Zoomania 2" sammelte 1,7 Milliarden Minuten. Dazu kamen miese Kritiken – auf Rotten Tomatoes landete die Doku bei lediglich zehn Prozent Zustimmung. Hinter den Kulissen soll es ebenfalls gekracht haben: Zwei Drittel der Crew ließen ihre Namen aus dem Abspann streichen. Trotzdem ist bereits Nachschub geplant: Im Herbst 2026 soll eine mehrteilige Fortsetzungsserie erscheinen. Melanias Berater und Produzent Marc Beckman kündigte bei Real America's Voice einen "völlig anderen Blick auf ihre Welt" an. Inhaltlich setzt die Serie zu Beginn von Donalds zweiter Amtszeit ein.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Politiker seine Frau öffentlich zum größeren Star erklärt. Beim Kongress-Picknick im Weißen Haus im Mai gab er scherzhaft zu, nach Melanias Reden nur ungern selbst ans Mikrofon zu treten – schließlich stelle sie ihn regelmäßig in den Schatten. Schon damals lobte er ihre Karriere als Filmstar und behauptete, ihre Dokumentation habe bei Amazon Prime Video sowohl in den USA als auch weltweit Platz 1 belegt. Ganz uneingeschränkt scheint die Begeisterung allerdings nicht auf Gegenseitigkeit zu beruhen. In Las Vegas plauderte er nämlich aus, dass seine Frau nicht alles an seinen Bühnenauftritten gutheißt: Seine Imitationen politischer Weggefährten kämen bei ihr nicht gut an, weil sie diese nicht für präsidial halte. Von seinem Lob ließ sich der Präsident davon aber nicht abbringen – mehrfach hob er an diesem Abend ihre Eleganz hervor.

Melania Trump bei der Weltpremiere von Amazon MGMs "Melania" im Trump Kennedy Center in Washington, DC, am 29. Januar 2026
Getty Images
Melania Trump bei der Weltpremiere von Amazon MGMs "Melania" im Trump Kennedy Center in Washington, DC, am 29. Januar 2026
Donald Trump und Melania Trump bei der Weltpremiere von Amazon MGMs "Melania" im Trump Kennedy Center in Washington, DC
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Donald Trump und Melania Trump bei der Weltpremiere von Amazon MGMs "Melania" im Trump Kennedy Center in Washington, DC
Donald Trump und Melania Trump begrüßen Gäste beim Congressional Picnic am Weißen Haus in Washington, DC, am 19. Mai 2026
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Donald Trump und Melania Trump begrüßen Gäste beim Congressional Picnic am Weißen Haus in Washington, DC, am 19. Mai 2026
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