

Ellen Pompeos "Good American Family" bekommt zweite Staffel
Ellen Pompeos (56) Serie "Good American Family" geht weiter – allerdings in ganz neuer Form. Hulu entwickelt das Format zu einer Anthologieserie und widmet die zweite Ausgabe einem der spektakulärsten Kriminalfälle der 90er-Jahre: der Geschichte des damaligen Ehepaars Lorena und John Bobbitt aus Virginia, die 1993 rund um den Globus für Schlagzeilen sorgte. Die neuen Folgen sollen zeigen, wie der Fall einen enormen Medienrummel auslöste, persönliches Leid zur reinen Unterhaltung machte und eine hitzige öffentliche Debatte über das Verhältnis der Geschlechter entfachte. Ellen bleibt dem Projekt gemeinsam mit Serienschöpferin Katie Robbins erhalten.
Lorena trennte ihrem damaligen Ehemann John den Penis ab, fuhr anschließend eine Zeit lang damit umher, warf ihn schließlich weg und verständigte danach die Polizei. Ihre Tat erklärte sie mit psychischer, körperlicher und sexueller Gewalt, die sie nach eigener Darstellung systematisch durch ihren Mann erlitten hatte. Die Verantwortlichen sehen deutliche Parallelen zur ersten Ausgabe, die sich um Natalia Grace drehte. In beiden Geschichten geht es um Familien, die nach außen völlig gewöhnlich wirkten, um bizarre Ereignisse mit internationaler Aufmerksamkeit und um Beteiligte, deren Schilderungen sich widersprechen. Bereits kurz nach dem Finale der ersten Ausgabe Ende April 2025 sprachen Ellen und Katie über eine Erweiterung zur Anthologieserie – Lorenas Geschichte kristallisierte sich dabei schnell als nächstes Thema heraus. Seit dem Start im März 2025 wurde "Good American Family" weltweit mehr als 140 Millionen Stunden über Hulu und Disney+ gestreamt.
In der ersten Ausgabe spielte Ellen noch die Adoptivmutter im Fall Natalia Grace. Bei der Bobbitt-Geschichte beschränkt sie sich dagegen auf ihre Aufgabe als Produzentin. Ellen hat bereits Erfahrung in dieser Rolle: Sie ist Executive Producerin von Grey's Anatomy und betreut auch das neue Spinoff der Krankenhausserie. Filmemacher haben den Fall in den letzten Jahren gleich mehrfach aufgerollt: Im Lifetime-Film "I Was Lorena Bobbitt" aus dem Jahr 2020 erzählte Lorena ihre Geschichte selbst und war zugleich als Executive Producerin tätig. Ein Jahr zuvor erschien außerdem die Amazon-Dokuserie "Lorena". Darin kamen sowohl Lorena als auch John in Interviews zu Wort und schilderten ihre jeweilige Sicht auf die Ereignisse. "Good American Family" nähert sich dem bekannten Stoff nun im Rahmen einer fiktionalisierten Anthologieserie und setzt dabei erneut auf unterschiedliche Perspektiven der beteiligten Personen.









