Freiheit? Neue Chance für die Menendez-Brüder schon 2027
Im Fall von Lyle Menendez (58) und Erik Menendez (55) gibt es überraschend neue Bewegung: Die kalifornische Bewährungskommission hat die nächsten Anhörungen der beiden Brüder deutlich vorgezogen. Wie TMZ berichtet, ist der neue Termin vorläufig für März 2027 geplant. Eigentlich hätten Erik und Lyle erst im August 2028 erneut einen Antrag stellen können – nun könnte sich ihre nächste Chance auf Bewährung also rund anderthalb Jahre früher ergeben. Bei der Anhörung soll geprüft werden, ob die Brüder für eine mögliche Entlassung auf Bewährung infrage kommen. Seit Jahrzehnten sitzen sie im Gefängnis, weil sie ihre Eltern José Menendez und Kitty Menendez getötet haben. Der vorgezogene Termin bedeutet allerdings keineswegs, dass Erik und Lyle tatsächlich freikommen werden. Darüber entscheidet allein das zuständige Gremium – und eine entsprechende Entscheidung wird frühestens im Frühjahr 2027 fallen.
Bei der Familie der Brüder sorgt die Entwicklung dennoch für Hoffnung. "Seit fast 40 Jahren arbeiten Erik und Lyle daran, Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen, sich dem unvorstellbaren Missbrauch und Trauma, das sie erlitten haben, zu stellen und davon zu heilen, als Menschen zu wachsen und sich dem Dienst an anderen zu widmen", heißt es in einem Statement der Angehörigen, das TMZ vorliegt. Als Beleg verweisen sie unter anderem auf das Engagement von Erik und Lyle während ihrer Haft. So hätten die Brüder beim Aufbau eines Hospizprogramms geholfen und das Projekt Green Space ins Leben gerufen. Dadurch sei ein Umfeld geschaffen worden, das Menschen mit lebenslangen Haftstrafen daran erinnere, "dass ihr Leben noch immer einen Sinn hat". Allein die Aussicht darauf, Erik und Lyle eines Tages wieder im Familienalltag begrüßen zu können, bereite den Angehörigen "unermessliche Freude". Sie seien "unglaublich stolz auf die Männer, zu denen sie geworden sind" und der Bewährungskommission "zutiefst dankbar", dass diese ihre Bemühungen anerkannt und ihnen eine frühere Anhörung ermöglicht habe.
Nach dem Tod ihrer Eltern im Jahr 1989 waren die Menendez-Brüder ursprünglich zu lebenslanger Haft ohne Aussicht auf Bewährung verurteilt worden. Erst durch eine spätere Neufestsetzung ihrer Strafen erhielten sie überhaupt die Möglichkeit, auf eine Freilassung zu hoffen. Im August 2025 scheiterten allerdings beide mit ihren ersten Bewährungsanträgen. Lyle wurde damals per Videoschalte aus der Richard J. Donovan Correctional Facility in San Diego zu seiner Anhörung zugeschaltet. Das zuständige Gremium sah zu diesem Zeitpunkt weiterhin Anzeichen dafür, dass von ihm ein Risiko für die Öffentlichkeit ausgehen könnte. Für die Familie hat die veränderte Strafe dennoch eine Perspektive geschaffen, die zuvor kaum denkbar gewesen war. Mit Blick auf ein mögliches Wiedersehen machten die Angehörigen gegenüber TMZ deutlich: "Gemeinsame Zeit ist etwas, das keiner von uns als selbstverständlich ansehen kann."






















