Warum Andrew Garfield dem Online-Leben den Rücken kehrt

Warum Andrew Garfield dem Online-Leben den Rücken kehrt

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Andrew Garfield (43) hält derzeit offenbar bewusst Abstand von Social Media. Bereits vor rund drei Wochen verabschiedete sich der Schauspieler aus den sozialen Netzwerken und fand dafür gegenüber The Hollywood Reporter ziemlich klare Worte: "Ich bin seit drei Wochen nüchtern von sozialen Medien." Ausgerechnet während seiner digitalen Auszeit entbrannte online eine größere Diskussion um sein neues Projekt. Das Historiendrama "The Uprising" war zwischenzeitlich als Ursprungsgeschichte von Robin Hood vermarktet worden und sorgte damit für reichlich Gesprächsstoff. Andrew selbst bekam von dem Wirbel allerdings kaum etwas mit. Die Aufregung rund um die Vermarktung sei größtenteils an ihm vorbeigegangen, erklärte der Hauptdarsteller. An das Leben ohne den regelmäßigen Blick auf die Timelines müsse er sich zwar noch gewöhnen, gleichzeitig fühle sich die Veränderung für ihn aber gut an. So blieb ihm durch seinen Rückzug ausgerechnet die Online-Debatte um den eigenen Film weitgehend erspart.

Dass er den Hype im Netz nicht mitbekommen hat, scheint Andrew jedoch keineswegs zu beunruhigen. Im Gespräch mit The Hollywood Reporter zeigte sich der Schauspieler entspannt und betonte stattdessen sein Vertrauen in die Verantwortlichen hinter dem Projekt. "Ich vertraue Focus. Ich vertraue [Regisseur] Paul [Greengrass]. Ich vertraue darauf, dass dieser Film die Menschen findet, für die er bestimmt ist", erklärte er mit Blick auf das Studio und Regisseur Paul Greengrass. "The Uprising" ist zur Zeit des englischen Bauernaufstands in den 1380er-Jahren angesiedelt. Andrew verkörpert darin den trauernden Bauern Ploughman. Die Diskussionen über die Vermarktung des Films nicht in den sozialen Medien zu verfolgen, ist für ihn offenbar Teil seiner bewusst gewählten Pause. Anstatt sich durch Kommentare und Schlagzeilen zu arbeiten, vertraut er darauf, dass das Werk für sich selbst spricht und sein Publikum auch ohne seine Beteiligung am Onlinehype erreicht.

Nachdenklicher wurde Andrew, als er auf die Verbindungen zwischen dem Historiendrama und der heutigen Zeit zu sprechen kam. Weltweit nehme er eine gemeinsame Wut wahr, gleichzeitig aber auch eine starke Sehnsucht nach neuer Verbundenheit. Seiner Ansicht nach seien viele Menschen von der Erde, von sich selbst und auch voneinander entfremdet. Eine einfache Antwort darauf gebe es jedoch nicht, machte der Schauspieler deutlich. Als etwas, das Menschen miteinander verbinden könne, nannte er die eigene Verletzlichkeit. Eine tiefere Verbindung zur Natur und zu anderen könne seiner Ansicht nach entstehen, wenn Menschen sich ihrem Schmerz, ihrer Wut und ihren Ängsten stellen, anstatt diesen Gefühlen aus dem Weg zu gehen. Damit zieht Andrew eine Verbindung zwischen den Bauern des 14. Jahrhunderts und Fragen, die ihn auch persönlich beschäftigen – derzeit allerdings ohne den ständigen Lärm der sozialen Medien.

Andrew Garfield bei der Vorführung von "We Live in Time" in New York
Getty Images
Andrew Garfield bei der Vorführung von "We Live in Time" in New York
Andrew Garfield bei der Premiere von "The Uprising" 2026
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Andrew Garfield bei der Premiere von "The Uprising" 2026
Andrew Garfield, Schauspieler
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Andrew Garfield, Schauspieler
Könnt ihr verstehen, dass Andrew Garfield Social Media gerade den Rücken kehrt?