Lil Durk wurde im Prozess um Auftragsmord freigesprochen

Lil Durk wurde im Prozess um Auftragsmord freigesprochen

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Große Erleichterung für Lil Durk (33): Der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Durk Banks heißt, ist in seinem Auftragsmord-Prozess in Los Angeles vollständig freigesprochen worden. Nach drei Tagen Beratung befand die Jury den Musiker in allen fünf Anklagepunkten für nicht schuldig – damit kommt er frei, wie unter anderem Rolling Stone berichtet. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein tödlicher Angriff aus dem Jahr 2022. Die Staatsanwaltschaft hatte Durk beschuldigt, einen Anschlag auf den rivalisierenden Rapper Quando Rondo in Auftrag gegeben zu haben. Das mutmaßliche Motiv soll Rache gewesen sein. Die Schüsse fielen in der Nähe des Beverly Centers. Quando selbst überlebte den Angriff, doch sein Cousin Saviay'a Robinson kam dabei ums Leben. Durk hatte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe von Beginn an zurückgewiesen und in sämtlichen Punkten auf nicht schuldig plädiert. Mit der Entscheidung der Geschworenen endete der Prozess nun ohne eine Verurteilung des Musikers.

Nach Darstellung der Anklage soll Lil Durk nach dem Tod seines Freundes King Von (†26) auf Vergeltung aus gewesen sein. King Von gewesen sein, der 2020 nach einem Streit mit Personen aus Quandos Umfeld in Atlanta erschossen worden. Die Ermittler gingen davon aus, dass bewaffnete Männer Quando später an einer Tankstelle auflauerten und mindestens 18 Schüsse auf dessen schwarzen Escalade abfeuerten. Verhandelt wurden unter anderem Verschwörung, Stalking mit einer gefährlichen Waffe, Stalking mit Todesfolge sowie zwei Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Auftragsmord. Durks Verteidigung zeichnete jedoch ein anderes Bild und machte seinen früheren Assistenten Kavon Grant, auch bekannt als OTF Vonnie, für die Planung verantwortlich. Er soll den Anschlag angeordnet haben, um seinen damaligen Chef zu beeindrucken. Durks Anwältin Marissa Goldberg stellte gegenüber Rolling Stone klar: "Er hatte nichts damit zu tun. Er war nicht dort. Er hatte keine Verbindung dazu."

Während der Verhandlung erhielt der Rapper öffentlich Rückendeckung von prominenten Kollegen. Kanye West (49) erschien am 27. August vor dem Gerichtsgebäude und ließ sich dort in einem schwarzen T-Shirt mit der Aufschrift "Free Durk" fotografieren. Auch Machine Gun Kelly (36) zeigte Präsenz: Der Musiker verfolgte das Verfahren Berichten zufolge aus einem zusätzlichen Zuschauerraum und meldete sich im Anschluss auf X zu Wort. Dort verwies er auf seine lange Verbundenheit mit dem Angeklagten: "Das ist seit einem Jahrzehnt mein Bruder." Der Rapper schilderte außerdem, weshalb er zu dem Prozess gekommen war. "Als er anrief und fragte, ob ich vorbeikommen und ihn unterstützen würde, war ich ohne zu zögern da. Free Durk", schrieb MGK auf der Plattform. Beide Musiker machten ihre Solidarität damit schon vor dem Freispruch öffentlich deutlich.

Lil Durk bei einem Konzert im Madison Square Garden, Oktober 2012
Getty Images
Lil Durk bei einem Konzert im Madison Square Garden, Oktober 2012
King Von, Rapper
Instagram / kingvonfrmdao
King Von, Rapper
Lil Durk, Oktober 2023
Getty Images
Lil Durk, Oktober 2023
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