Naomi Watts erinnert sich an ihren großen Durchbruch

Naomi Watts erinnert sich an ihren großen Durchbruch

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Für Naomi Watts (57) schließt sich in diesem Jahr ein Kreis: 25 Jahre ist es her, dass Naomi Watts beim Toronto International Film Festival mit einem Film auftauchte, der ihr Leben verändern sollte. 2001 stellte sie dort David Lynchs (†78) Mysteryfilm "Mulholland Drive" vor, der zuvor schon in Cannes gefeiert worden war. Darin spielte sie eine junge, neu in Los Angeles angekommene Schauspielerin und deren geheimnisvolles Doppel. Obwohl ihre facettenreiche Leistung damals für Lobeshymnen sorgte, blieb Naomi vorsichtig. Gegenüber der New York Times erklärte sie: "Wenn es zwei Wörter gibt, die in Hollywood am häufigsten überstrapaziert werden, dann sind es 'Mach dich bereit'. Das habe ich jetzt schon dreimal gehört: zuerst, nach 'Tank Girl' 1995, dann nach einigen Fernsehsachen und jetzt bei 'Mulholland Drive'. Alle kommen zu mir und sagen: 'Mach dich bereit. Dein Leben wird sich gleich verändern.'" Und weiter: "Ich werde mich nicht zu sehr freuen, bevor es wirklich passiert."

Einen Unterschied machte der Erfolg für sie dennoch – vor allem bei der Auswahl ihrer Rollen. "Was dieses Jahr bewirkt hat, ist, dass ich nun eine gewisse Wahlfreiheit und einige gute Projekte zur Auswahl habe. Ich muss mich nicht bereit machen. [...] Ich war schon bereit", stellte die Australierin gegenüber der New York Times klar. Schon vor der damaligen Toronto-Premiere hatte "Mulholland Drive" bei den Filmfestspielen in Cannes für Aufsehen gesorgt, wo David als bester Regisseur ausgezeichnet wurde. Kritiker Kirk Honeycutt hob in The Hollywood Reporter hervor, wie bemerkenswert, vielschichtig und widersprüchlich die Leistungen von Naomi und ihrer Kollegin Laura Harring seien – gerade weil der Film seine Geschichte im späteren Verlauf komplett auf den Kopf stellt. Bei ihrer diesjährigen Rückkehr nach Toronto präsentiert Naomi erneut zwei sehr unterschiedliche Rollen: In Ben Shirinians Historienthriller "The Housewife" spielt sie eine vornehme New Yorkerin, die ihren Ehemann für einen untergetauchten Nazi halten muss. In Cody Ferns Familiendrama "Closing Night" verkörpert sie an der Seite von Sarah Paulson (51) eine emotional labile Frau.

Kurz nach dem Festival in Kanada steht für Naomi bereits die nächste Würdigung ihrer Laufbahn an. Beim Filmfestival von San Sebastián soll die 57-Jährige am 19. September persönlich den renommierten Donostia-Preis entgegennehmen. Die Auszeichnung ehrt das bisherige Schaffen der zweifach oscarnominierten Darstellerin – ein deutlicher Kontrast zu ihrer vorsichtigen Haltung nach "Mulholland Drive", als sie den vielfach angekündigten Durchbruch noch nicht als gesichert ansehen wollte. Unmittelbar nach der Preisverleihung im Kursaal präsentiert sie dem spanischen Festivalpublikum ebenfalls ihren neuen Film "The Housewife". Das Filmfestival von San Sebastián findet in diesem Jahr vom 18. bis zum 26. September statt. So steht auch dort neben der Ehrung ihres bisherigen Schaffens eines ihrer aktuellen Projekte im Mittelpunkt.

Naomi Watts bei der New-York-Premiere von "Love Story" in der Carnegie Hall
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Naomi Watts bei der New-York-Premiere von "Love Story" in der Carnegie Hall
David Lynch, Naomi Watts und der "Mulholland Drive"-Cast bei der Filmpremiere 2001
Getty Images
David Lynch, Naomi Watts und der "Mulholland Drive"-Cast bei der Filmpremiere 2001
Naomi Watts macht Presse für die FX-Serie "Love Story" in New York City, Februar 2026
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Naomi Watts macht Presse für die FX-Serie "Love Story" in New York City, Februar 2026
Könnt ihr verstehen, dass Naomi Watts nach dem Lob für "Mulholland Drive" erst einmal vorsichtig blieb?