1999 erobert "Mambo No. 5" international die Charts und verhilft Lou Bega (41) zu einer unglaublichen Karriere, doch in den Jahren darauf wird es immer stiller um den einst gefeierten Star. Was viele nicht ahnen: Er kämpft gegen eine Tinnitus-Erkrankung. Nun meldet sich der Sänger zurück und spricht über diese schwere Zeit.

Lou Bega
Initiative beat the silence / AME.MEDIA
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"Am Abend kam dann irgendwann immer dieser fiese, hohe Ton [...] Dieser Ton, der am Anfang fast nicht zu hören ist und dann immer präsenter wird. Er bohrt sich in deinen Schädel, er verdrängt die guten Gedanken - und er macht dir auch ein bisschen Angst", erinnert sich Lou Bega im Gespräch mit der Initiative beat the silence. Anfangs ignoriert er die Symptome und spielt weiterhin Konzerte, die ihm aufgrund der vorherrschenden Lautstärken nur noch weiter schaden. Genauso wie der Erfolgsdruck, der auf ihm lastet und die Tatsache, dass er ständig allein ist: "Ich war weg von meiner Familie, weg von meinen Freunden. Ich war der Mensch, der immer nur im Flieger sitzt." Experten sind sich nämlich sicher: Zwischen dem Tinnitus und starken psychischen Belastungen gibt es einen Zusammenhang.

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Letztendlich zieht der heute 41-Jährige die Reißleine und stellt sich seiner Erkrankung. Er sucht professionelle Hilfe - mit Erfolg. Nachdem der Musiker es ruhiger angehen lässt, verschwindet der "fiese Ton" und lässt zum Glück bis heute nichts mehr von sich hören - ganz im Gegenteil zu Lou: Am 29. April feiert seine neue Single "Hands up for love" Premiere und am 27. Mai kommt das "Best of"-Album mit bislang unveröffentlichtem Material in den Handel.

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