Jordana Brewster spricht über Scham nach Leihmutterschaft

Jordana Brewster spricht über Scham nach Leihmutterschaft

- Malin Friedrich
Lesezeit: 3 min
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Jahrelang trug Jordana Brewster (46) ein Geheimnis mit sich herum, über das sie öffentlich nie gesprochen hatte: die Scham darüber, ihre Kinder nicht selbst ausgetragen zu haben. In einem persönlichen Essay für The Cut hat sich die Schauspielerin jetzt offen über ihren Weg zur Mutterschaft geäußert – und darüber, wie sehr sie sich nach der Geburt ihres ersten Sohnes Julian im September 2013 wie eine Hochstaplerin fühlte. "Ich hatte das Gefühl, ein schmutziges kleines Geheimnis zu hüten: Ich hatte mein Kind nicht verdient", schrieb die 46-Jährige. Die Entscheidung für eine Leihmutterschaft traf sie nicht freiwillig, sondern aus medizinischen Gründen: Mit 28 Jahren erlitt sie ihren ersten epileptischen Anfall. Ärzte stellten fest, dass sie eine kavernöse Fehlbildung im Gehirn hat – eine Ansammlung abnormaler Blutgefäße in ihrem Sprachzentrum. Als sie mit 31 Jahren anfing, über eine Schwangerschaft nachzudenken, eröffnete ihr ihr Arzt, dass der erhöhte Blutfluss während einer Schwangerschaft für sie und das Baby gefährlich wäre. Gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann Andrew Form (57) entschied sie sich daher für eine Leihmutterschaft.

Die Zweifel begleiteten Jordana auch nach der Geburt – und zeigten sich besonders deutlich, als sie einer Mutter-Kind-Gruppe beitrat. Kaum hatte sie sich vorgestellt, platzte schon alles aus ihr heraus: "Hallo, ich bin Jordana, das ist Julian. Ich hatte eine Leihmutter, Gehirnsache, ich konnte ihn nicht austragen. Ich stille also nicht." Im Alltag schwieg sie lieber, überzeugt, die Einzige zu sein, die sich so fühlte. Besonders schmerzhaft: Als Julians Schule ihr nahelegte, eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen, um sich besser mit ihrem Sohn zu verbinden, fühlte sich das für sie wie eine Bestätigung ihrer schlimmsten Befürchtungen an. Ihren zweiten Sohn Rowan begrüßte sie im Juni 2016 ebenfalls über eine Leihmutter. Zwei Jahre später versagte ihre Medikation, und sie erlitt innerhalb weniger Monate zwei weitere Anfälle – der zweite davon am Steuer. Im Jahr 2020 unterzog sie sich schließlich einer sogenannten Wach-Kraniotomie, bei der Patienten während des Eingriffs bei Bewusstsein sind.

Jordana war zu diesem Zeitpunkt bereits dabei, sich von Andrew scheiden zu lassen – nach 13 Jahren Ehe reichte sie im Juli 2020 die Scheidung ein. Im September 2022 heiratete sie Mason Morfit. Über die Operation und was danach kam, schreibt sie rückblickend: "Sechs Jahre nach der Operation fühle ich mich weicher, leichter." Ihre erste Leihmutter hatte ihr einst gesagt, sie erledige "den einfachen Teil" – die echte Arbeit sei die Erziehung. Genau diese Erkenntnis zieht Jordana nun als Fazit: "Die eigentliche Arbeit der Mutterschaft liegt nicht nur in der Schwangerschaft. Sie steckt in den kleinen, unsichtbaren, täglichen Handlungen: den Spieltreffen, Schulmeetings, Krankenhausbesuchen."

Jordana Brewster, Mai 2026
Getty Images
Jordana Brewster, Mai 2026
Jordana Brewster beim "The Fast And The Furious"-Fototermin beim 79. Festival de Cannes im Palais des Festivals
Getty Images
Jordana Brewster beim "The Fast And The Furious"-Fototermin beim 79. Festival de Cannes im Palais des Festivals
Mason Morfit und Jordana Brewster, März 2024
Getty Images
Mason Morfit und Jordana Brewster, März 2024
Wie findet ihr Jordanas offene Worte über ihre Leihmutterschaft und die damals empfundenen Schamgefühle?