Nach Scheidung: Angelina Jolie möchte frei sein und leben
In einem offenen und persönlichen Interview hat Angelina Jolie (51) über eine der schwierigsten Phasen ihres Lebens gesprochen. Gegenüber Yahoo Entertainment gab die Schauspielerin zu, dass die vergangenen Jahre tiefe Spuren hinterlassen haben. "Das Leben hat mich ein wenig gebrochen. Ich muss wieder anfangen zu leben. Wieder frei zu sein.", sagte sie. Anlass für das Gespräch ist ihr neuer Film "Couture", der unter der Regie von Alice Winocour entstand. Darin verkörpert sie eine amerikanische Filmemacherin, die in Paris eine Brustkrebsdiagnose erhält und infolgedessen ihre Identität und die Entscheidungen ihres Lebens neu bewertet.
Besonders ihre Töchter Shiloh, Zahara und Vivienne sind es, die ihr dabei helfen, sich selbst wiederzufinden. "Ich sehe, was ich für sie möchte", erklärte die 51-Jährige. "Ich sehe, was ich nicht möchte, dass sie verlieren, und was ich möchte, dass sie festhalten. Und das erinnert mich irgendwie daran, was ich selbst vielleicht verloren habe." Neben den drei Töchtern ist Angelina außerdem Mutter der drei Söhne Maddox, Pax und Knox. Doch es seien ihre Töchter, die ihr besonders einen neuen Blick auf die eigene Identität ermöglichten: "Ich glaube, sie bringen mich auf eine Art zu meinem früheren Ich zurück." Auch die Arbeit an "Couture" habe ihr gezeigt, dass Weiblichkeit und Sinnlichkeit trotz Krankheit ihren Platz haben dürfen. "Sehr oft, wenn es ein Projekt gibt, das den Krebs einer Frau thematisiert, wird ihre Sexualität nach der Diagnose selten gefeiert", sagte sie.
Außerdem enthüllte die Schauspielerin, dass sie seit ihrer Scheidung von Brad Pitt (62) kein einziges Date mehr hatte. "Ehrlich gesagt, habe ich seit der Scheidung vor einem Jahrzehnt nicht mehr gedatet", so Angelina. Die Rolle der Maxine habe ihr jedoch gezeigt, dass Familie und Liebe durchaus zusammenpassen können. Angelinas Beschäftigung mit dem Thema Brustkrebs hat dabei auch einen sehr persönlichen Hintergrund. Im Jahr 2013 entschied sie sich zu einer vorbeugenden doppelten Mastektomie, nachdem festgestellt worden war, dass sie Trägerin der genetischen Mutation BRCA1 ist. Diese Entscheidung wurde maßgeblich durch das Schicksal ihrer Mutter Marcheline Bertrand (†56) beeinflusst, die 2007 an Brust- und Eierstockkrebs starb. Die Verbindung zu dem Thema ist also eine zutiefst private, die weit über die schauspielerische Arbeit hinausgeht.










