Das macht die deutsche Nationalmannschaft vor einem WM-Spiel

Das macht die deutsche Nationalmannschaft vor einem WM-Spiel

- Janine Karrasch
Lesezeit: 3 min
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Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beginnt die entscheidende Phase der WM 2026 in den USA. Am Montagabend wartet das Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Es ist das erste K.o.-Spiel für das DFB-Team bei einer Weltmeisterschaft seit gut zwölf Jahren, als Deutschland 2014 in Brasilien den Titel holte. Doch bevor der Ball rollt, folgt die Mannschaft einem minutiös abgestimmten Tagesplan. Nach dem gemeinsamen Frühstück standen zunächst taktische Besprechungen auf dem Programm, bevor eine körperliche Aktivierungseinheit absolviert wurde. Mittags gab es ein sogenanntes Pre-Match-Meal – eine speziell zusammengestellte Mahlzeit, die Profifußballer gezielt auf die körperlichen Anforderungen des Spieltages einstimmt. Das Teamquartier befindet sich in Quincy, rund 30 Kilometer vom Stadion entfernt. Bereits um 14:15 Uhr Ortszeit machte sich die Mannschaft auf den Weg ins Stadion, um sich rechtzeitig einzuspielen und einzustimmen. Nach dem Abpfiff, unabhängig vom Ergebnis, geht es zurück ins Hotel in Winston-Salem, North Carolina, wo das Team während des Turniers untergebracht ist.

Besonders im Fokus steht an diesem Abend Kai Havertz. Der Offensivspieler bestreitet sein allererstes K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft – ein Meilenstein in seiner Karriere, auf den er lange gewartet hat. Kai gab der Sportschau ein Interview, in dem er seine Gefühlslage offen beschrieb. "Das ist etwas, wovon viele Kinder träumen", sagte er und machte keinen Hehl daraus, wie bedeutsam dieser Moment für ihn persönlich ist. Trotz sichtlicher Vorfreude wirkte Kai bemerkenswert gelassen. Gefragt, ob er in der Nacht vor einem solchen Hochdruckspiel gut schlafen könne, antwortete er trocken: "Ich schlafe generell eigentlich immer ganz gut. Mal sehen." Diese Ruhe kommt nicht von ungefähr: Kai gilt als Spieler, der in großen Momenten aufzublühen pflegt. Bereits beim WM-Auftakt gegen Curaçao traf er doppelt beim 7:1-Kantersieg. Auch wenn er danach – wie das gesamte Offensivtrio mit Jamal Musiala (23) und Florian Wirtz (23) – nicht mehr an diese Leistung anknüpfen konnte, ist sein Selbstvertrauen ungebrochen. "Wir können liefern, wenn es drauf ankommt."

Nach dem enttäuschenden 1:2 gegen Ecuador zum Abschluss der Gruppenphase ist klar: Das Offensivtrio muss deutlich mehr Durchschlagskraft zeigen. Auch Kai selbst weicht dieser Kritik nicht aus. "Dass wir drei da vorn unser volles Potenzial noch nicht zu hundert Prozent ausgeschöpft haben, das wissen wir selbst. Da packen wir uns auch selbst an die Nase", räumte er auf der Pressekonferenz vor dem Paraguay-Spiel ein – eine Aussage, die Reife und Verantwortungsbewusstsein widerspiegelt. Gleichzeitig zeigte Kai wenig Interesse daran, sich von externer Kritik aus der Ruhe bringen zu lassen. Als Ex-Profi Gary Lineker die aktuelle DFB-Generation als eine der schwächsten deutschen Nationalmannschaften bezeichnete, die er je gesehen habe, konterte Kai trocken: "Es ist generell einfach, auf uns von außen einzuhauen. Das interessiert mich null."

Die deutsche Startelf am 19. Juni 2026 bei der Fußball-WM in Toronto
Imago
Die deutsche Startelf am 19. Juni 2026 bei der Fußball-WM in Toronto
Kai Havertz beim WM-Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste in Toronto, Juni 2026
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Kai Havertz beim WM-Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste in Toronto, Juni 2026
Kai Havertz im Juni 2025
Instagram / kaihavertz29
Kai Havertz im Juni 2025
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