

Joshua Kimmich ehrlich: Spieler haben die WM "verbockt"
Nach dem erneuten WM-Aus mit der deutschen Nationalmannschaft hat Joshua Kimmich (31) klare Worte gefunden – und dabei einen Rücktritt aus dem DFB-Team kategorisch ausgeschlossen. "Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde, ist aufgeben", erklärte der 31-jährige Kapitän bei MagentaTV. Dabei nahm er sich selbst und seine Mitspieler in die Pflicht und fand eine schonungslose Analyse des erneut enttäuschenden Turniers.
Der Mittelfeldspieler des FC Bayern München machte deutlich, dass die Mannschaft dem Land derzeit nicht das geben könne, was es verdiene. "Fakt ist, dass wir das all den Menschen zu Hause nicht geben konnten. Das ist sehr, sehr schade. Gerade in einer Zeit, wo es uns, glaube ich, extrem guttun würde in Deutschland, wenn wir was haben, worauf man stolz sein kann. Die Nationalmannschaft ist es leider gerade nicht", so Joshua. Die Verantwortung dafür liege eindeutig beim Team selbst: "Da darf sich auch keiner rausnehmen. Weil wir Spieler, die auf dem Platz stehen, haben das verbockt. Das war nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Schiedsrichter. Das waren einzig und allein wir." Für Diskussionen sorgt unterdessen auch ein aberkanntes Tor von Jonathan Tah (30) im Sechzehntelfinale gegen Paraguay.
Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko sah sich die Szene am Monitor an und entschied auf Foulspiel. MagentaTV-Experte Patrick Ittrich bewertete den Eingriff dabei nicht als klare Fehlentscheidung. Für Joshua ist die WM 2026 damit bereits die dritte enttäuschende Weltmeisterschaft in Serie. Als Kind habe er die deutsche Nationalmannschaft noch in Finals und Halbfinals erlebt – genau das wolle man auch der heutigen Generation vermitteln, betonte er. Seine Frau Lina Kimmich war eigens in die USA gereist, um ihn bei dem Turnier vor Ort zu unterstützen.













