

TV-Auswanderin Luisa wehrt sich nach Sansibar-Missbrauch
Luisa Dana muss sich nach ihrem Auftritt bei Goodbye Deutschland mit heftigen Anschuldigungen auseinandersetzen: Ein Teil der Zuschauer zweifelt daran, dass der schwere Übergriff, von dem die Auswanderin in der VOX-Sendung erzählte, wirklich stattgefunden hat. Wie sie im Interview mit TAG24 schildert, sei sie kurz vor Weihnachten 2025 an einem abgelegenen Strandabschnitt in Stone Town auf Sansibar von zwei Männern mit einem Messer bedroht worden. Die Täter hätten sie anschließend in einen Wald verschleppt und dort missbraucht. Den Fake-Vorwürfen tritt die gebürtige Wuppertalerin gegenüber dem Portal deutlich entgegen. "Ich war vor Ort, ich weiß, was ich gesehen und erlebt habe. Es kann mir kein Mensch erzählen, wer ich bin, was passiert ist oder wie ich damit umgehe", stellt die 25-Jährige klar.
Ein Auslöser für die Kritik war offenbar, dass Luisa im Fernsehen gefasst und positiv wirkte. Dazu bezog sie auf Instagram Stellung: "An alle, die behaupten, meine Geschichte könne nicht wahr sein, weil ich 'zu stark' damit umgehe oder 'zu positiv' wirke: Ich empfinde diese Reaktion als großes Kompliment. Denn damit beschreibt jede einzelne Person nur ihre eigene Vorstellung davon, wie ein Mensch nach einer solchen Erfahrung sein sollte." Spurlos sei die Tat aber nicht an ihr vorbeigegangen. Unmittelbar danach habe sie nur eines gewollt: schnell weg, in Sicherheit und zurück unter Menschen. Hilfe fand sie schließlich in einem Hotel in der Nähe. Auf Sansibar erstattete sie Anzeige, vom Ermittlungsstand ist sie jedoch enttäuscht. Ihr gestohlenes Handy sei zweimal geortet worden, größere Fortschritte habe es nicht gegeben. Auch die deutsche Botschaft und die Polizei in Deutschland hätten ihr nicht helfen können. Weil der Tatort außerhalb der EU liegt, wurde das Verfahren hierzulande schnell eingestellt. Ob die Männer noch gefasst werden, sieht sie skeptisch: "Ich gehe immer erst mal davon aus, dass es keinen Fortschritt gibt. Alles, was sich dann doch irgendwie in eine positive Richtung entwickelt, wäre eine tolle Neuigkeit und würde mich umso mehr freuen", so Luisa.
Ein Jobangebot hatte die gelernte Immobilienmaklerin nach Sansibar gelockt. Sie wollte auf der tansanischen Insel beruflich Fuß fassen und eine neue Kultur kennenlernen. Zwei Tage nach dem mutmaßlichen Übergriff flog sie zurück nach Deutschland. Den Kontakt zum Team von "Goodbye Deutschland" bekam sie über TV-Kollegin Levke Kersting, die sie noch auf Sansibar kennengelernt hatte. "Ich bin dankbar, dass sich unsere Wege gekreuzt haben", sagt sie über die Bekanntschaft im TAG24-Interview. Inzwischen will Luisa ihre Erfahrung für Präventionsarbeit nutzen. Zusammen mit Fachleuten erarbeitet sie Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen, außerdem bietet sie Einzelbetreuung an. Vorträge und Workshops an Schulen und für Unternehmen sind ebenfalls in Planung. "Für mich stand schnell fest: Ich möchte nicht bei dem Erlebten stehen bleiben, sondern einen Mehrwert daraus schaffen", erklärt sie ihr Ziel. Für sich selbst hat sie ebenfalls Regeln aufgestellt: Im Ausland will sie nicht mehr allein an menschenleeren oder unbekannten Orten unterwegs sein und ihrem Bauchgefühl mehr Gewicht geben.







