Warum "Million Dollar Baby" beinahe gescheitert wäre
Clint Eastwoods (96) Oscar-Drama "Million Dollar Baby" aus dem Jahr 2004 gilt heute als eines der bedeutendsten Werke in der Karriere des Schauspielers und Regisseurs. Doch hinter dem gefeierten Film steckt eine Geschichte, die so manchen überraschen dürfte: Beinahe wäre das Projekt gar nicht erst zustande gekommen. Alan Horn, der damalige Chef von Warner Bros., sprach in einem Interview mit The Hollywood Reporter offen über seine anfänglichen Zweifel – und schilderte, wie skeptisch er dem Projekt gegenüberstand, als Clint persönlich bei ihm vorstellig wurde.
Alan erinnerte sich, dass Clint noch niemanden für die Besetzung ausgewählt hatte, als er das Drehbuch vorlas. "Ich bin nicht überzeugt", dachte er nach der Lektüre. "Ich sagte: 'Ich weiß nicht, ob Frauen einen Film sehen wollen, in dem eine Frau boxt'", so der Ex-Studioboss. Doch Clint ließ sich nicht beirren. Er holte die Produktionsfirma Lakeshore Entertainment mit ins Boot, die die Hälfte des Budgets übernahm, und trat erneut an Warner heran. Alan stimmte daraufhin zu – blieb jedoch weiterhin skeptisch, vor allem wegen des tragischen Endes. "Der Film hat mich fertiggemacht", gestand er.
Dabei liest sich die Bilanz von "Million Dollar Baby" heute wie ein Musterbeispiel für einen Kinohit: Das Drama spielte bei einem Budget von etwa 26 Millionen Euro weltweit etwa 188 Millionen ein und wurde bei den Oscars gleich viermal ausgezeichnet. Hilary Swank (52) nahm den Goldjungen als "Beste Hauptdarstellerin" mit nach Hause, Morgan Freeman (89) wurde als "Bester Nebendarsteller" geehrt, dazu kamen die Trophäen für den "Besten Film" und für die Regie von Clint. Der Regisseur blickt auf eine jahrzehntelange Karriere zurück, in der er als Schauspieler, Regisseur und Produzent tätig war. Kürzlich gab er seinen Ruhestand bekannt.










