30 Jahre: Klaus J. Behrendt verabschiedet sich vom "Tatort"
Der Dienstausweis wird bald abgegeben: Klaus J. Behrendt (66) hängt seine Rolle als Hauptkommissar Max Ballauf im Herbst 2027 an den Nagel und verlässt den Kölner Tatort nach 30 Jahren. Wie der WDR mitteilte, fällt sein letzter Einsatz mit einem besonderen Jubiläum zusammen. Gemeinsam mit Dietmar Bär (65), der als Freddy Schenk an seiner Seite ermittelt, löst er den 100. Fall des Kölner Duos. "Mein Entschluss, dieser Rolle pünktlich zum 30-jährigen Dienstjubiläum Lebewohl zu sagen, ist mir nicht leichtgefallen, reift aber schon länger in mir", erklärte der Schauspieler zu seinem Ausstieg. Persönliche Gründe geben demnach den Ausschlag – nach all den Jahren im Dauereinsatz möchte er einen neuen Lebensabschnitt beginnen.
Dass er es bis zur Marke von 100 Kölner Folgen schafft, war dem Ermittlerdarsteller offenbar besonders wichtig. "Mein Ziel waren immer 100 Folgen", sagte er dem WDR. Bevor das Kölner Team 1997 startete, hatte er Max Ballauf schon in acht Düsseldorfer Fällen als Kommissaranwärter gespielt. 100 weitere Einsätze seien damals für ihn "unvorstellbar" gewesen. Das Jahr 2027 markiert für den Darsteller gleich noch einen weiteren beruflichen Meilenstein: Dann blickt er auf insgesamt 50 Berufsjahre zurück. Seine Laufbahn begann allerdings fernab von Filmsets und Fernsehkameras. Mit 17 Jahren trat Klaus zunächst eine Lehre als Bergmechaniker unter Tage an. Nach seinem Abschied von der Krimireihe will er vor allem mehr Zeit für sich und seine Familie haben. Ganz aus dem Schauspielgeschäft zieht er sich jedoch nicht zurück. "Auch wenn das nicht heißt, dass ich gar nicht mehr vor der Kamera stehen möchte", stellte er beim WDR klar.
Die beiden verbindet weit mehr als der gemeinsame Dienstwagen. Kennengelernt hatten sie sich bereits 1993 bei den Dreharbeiten zur WDR-Serie "Leo und Charlotte"; auch privat sind sie eng befreundet. Die Entscheidung seines Kollegen nach der 100. gemeinsamen Folge muss Dietmar nach eigenen Worten "natürlich schweren Herzens" akzeptieren. Dem Kölner "Tatort" will er als Freddy Schenk aber erhalten bleiben. "Ich und unser Kölner Team haben noch Lust, weiterzumachen. Also: Let's go!", stellte er gegenüber dem WDR klar. Mit Klaus' Ausstieg endet die nächste langjährige Krimi-Partnerschaft der Reihe. Erst im März 2026 hatten Miroslav Nemec (72) und Udo Wachtveitl (67) nach 35 Jahren und ebenfalls 100 gemeinsamen Fällen die Premiere ihres finalen Münchner Zweiteilers "Unvergänglich" gefeiert.























