Christopher Nolan ließ für "Die Odyssee" Menschen begraben

Christopher Nolan ließ für "Die Odyssee" Menschen begraben

- Lisa Mayr
Lesezeit: 2 min
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Für die Hades-Sequenz in seiner Verfilmung Die Odyssee griff Christopher Nolan (56) zu einer drastischen Methode: Der Regisseur ließ mehrere Stuntleute tatsächlich unter Sand eingraben. Statt die Unterwelt überwiegend am Computer entstehen zu lassen, setzte er bei den Dreharbeiten im isländischen Hjörleifshöfði auf praktische Effekte. Elliot Page (39) musste zwar nicht selbst unter die Erde, erlebte die außergewöhnliche Inszenierung aber am Set mit. In Jimmy Fallons (51) "Tonight Show" berichtete der Schauspieler von den umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen für seine Kollegen. "Ich war zwar nicht wirklich in der Erde vergraben, aber andere Leute schon. Das sind außergewöhnliche Stunt-Darsteller, die unter dem Sand durch Strohhalme atmeten. Das war offensichtlich sehr gut koordiniert; Sicherheit stand natürlich an erster Stelle", schilderte Elliot.

Island stand für Christopher bereits früh als Schauplatz der Hades-Passage fest. In den Produktionsnotizen zu "Die Odyssee" erklärte der Filmemacher laut Moviepilot seine Entscheidung: "Ich wusste schon früh, dass ich die Landschaft Islands nutzen wollte, um den Hades darzustellen. Diese Reise nach Norden, immer weiter in die Kälte hinein, könnte nicht weiter von Odysseus' Heimat auf Ithaka entfernt sein." Die aufwendig vorbereitete Szene passt zu Christophers Vorliebe, große Kinomomente möglichst direkt vor der Kamera umzusetzen. Bereits bei seinem Historiendrama "Oppenheimer" verzichtete er bei der Darstellung des Trinity-Tests darauf, die zentrale Detonation lediglich digital zu erschaffen. Stattdessen ließ sein Team für die Aufnahmen eine echte Explosion inszenieren.

Für Elliot ist "Die Odyssee" bereits die zweite Zusammenarbeit mit Christopher. Zuvor hatte der Darsteller für den 2010 veröffentlichten Science-Fiction-Film "Inception" vor dessen Kamera gestanden. An den Sets des Regisseurs schätzt Elliot nach eigener Aussage vor allem die konzentrierte Atmosphäre und die präzisen Anweisungen. Als er das Drehbuch des neuen Projekts las, fühlte er sich an seine erste Begegnung mit dem komplexen Skript von "Inception" erinnert. Die Möglichkeit, erneut mit Christopher zu arbeiten, bezeichnete er als großes Geschenk. Ganz ohne Anspannung startete Elliot allerdings nicht in die Produktion. Seine Figur Sinon taucht in Homers ursprünglichem Epos nicht auf, sondern wurde eigens für die Kinoadaption entwickelt. Daher verspürte der Schauspieler besonderen Druck, die neu geschaffene Rolle glaubwürdig auszufüllen. Dafür standen ihm zudem nur wenige Szenen zur Verfügung.

Christopher Nolan bei der Premiere von "The Odyssey", 2026
Imago
Christopher Nolan bei der Premiere von "The Odyssey", 2026
Elliot Page bei der Weltpremiere von "The Odyssey" im Odeon Luxe Leicester Square, London
Getty Images
Elliot Page bei der Weltpremiere von "The Odyssey" im Odeon Luxe Leicester Square, London
Szene aus "Die Odyssee" mit Matt Damon
Imago
Szene aus "Die Odyssee" mit Matt Damon
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