Fast 30 Jahre nach Tupacs Tod startet der Mordprozess
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Fast 30 Jahre nach Tupacs Tod startet der Mordprozess

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min
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Fast drei Jahrzehnte nach dem gewaltsamen Tod von Tupac Shakur (†25) hat in Las Vegas der Mordprozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher begonnen. Angeklagt ist Duane Keith Davis, besser bekannt als Keffe D, dem vorgeworfen wird, die tödliche Attacke auf den Rapper im September 1996 organisiert zu haben. Er erschien am Montag in einem blauen Anzug vor Gericht und plädierte auf nicht schuldig. Unter den Zuschauern saßen auch Angehörige des Musikers. Der Prozess gilt als eines der letzten Kapitel eines Falls, der die Musikwelt jahrzehntelang beschäftigt hat und nie vollständig aufgeklärt wurde. Der Prozess soll mehrere Wochen dauern und dürfte damit einen der bekanntesten ungeklärten Mordfälle der Musikgeschichte neu aufrollen. Bereits im Vorfeld war der Termin mehrfach verschoben worden, weil die zuständige Richterin der Verteidigung mehr Zeit einräumen wollte.

In den Jahren nach der Tat hatte Duane mehrfach öffentlich über eine angebliche eigene Beteiligung an dem Mord gesprochen und damit für Aufsehen gesorgt. 2023 nahmen die Behörden ihn schließlich fest. Seitdem befindet er sich im Clark County Detention Center in Haft. Sollte der Angeklagte schuldig gesprochen werden, droht ihm eine lebenslange Gefängnisstrafe. Auch die Auswahl der Jury nahm vor dem Start des eigentlichen Verfahrens viel Raum ein. Wie Associated Press berichtet, wurden zwölf Geschworene sowie vier Ersatzgeschworene aus einem Kreis von mehr als 100 Anwärtern bestimmt. Während der Befragungen ging es unter anderem darum, ob sie Tupacs Musik gehört hatten. Außerdem sollten die möglichen Geschworenen angeben, ob sie besonders starke Ansichten zum Thema Gangs vertreten. Selbst persönliche Vorlieben spielten bei der Auswahl eine Rolle: Die Anwärter wurden dem Bericht zufolge auch nach ihren Lieblingsbüchern und Lieblingsfilmen gefragt.

Tupac war erst 25 Jahre alt, als er 1996 nahe dem Las Vegas Strip angeschossen wurde. Wenige Tage später erlag der Musiker seinen schweren Verletzungen. Kurz vor Prozessbeginn äußerte sich sein Stiefbruder Mopreme Shakur vorsichtig optimistisch. Die Familie wolle demnach zunächst beobachten, wie sich das Verfahren entwickelt, bevor sie es bewertet. Zugleich ist die erneute intensive Auseinandersetzung mit Tupacs gewaltsamem Tod für seine Angehörigen emotional belastend. Beinahe drei Jahrzehnte lang blieb eine strafrechtliche Aufarbeitung der tödlichen Schüsse aus. Der nun gestartete Prozess könnte erstmals gerichtlich klären, ob Duane die ihm vorgeworfene Rolle bei der Tat spielte. Bis zu einem Urteil gilt er als unschuldig.

Tupac Shakur, Musiker
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Tupac Shakur, Musiker
Duane Davis betritt den Gerichtssaal während seines Mordprozesses im Fall Tupac Shakur in Las Vegas
Getty Images
Duane Davis betritt den Gerichtssaal während seines Mordprozesses im Fall Tupac Shakur in Las Vegas
Archivbild von Tupac Shakur in New York City, 1993
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Archivbild von Tupac Shakur in New York City, 1993
Glaubt ihr, dass die Anklage gegen Keffe D am Ende zu einer Verurteilung führt?