Unpünktlichkeit am Set: Meryl Streep im Clinch mit Co-Star
Im Zuge des Promo-Marathons zu Der Teufel trägt Prada 2 häufen sich die Interviews mit Meryl Streep (76) – und dabei lässt die Schauspielerin so manches aus ihrer langen Karriere durchblicken. In einem Gespräch mit Vanity Fair packte sie jetzt Zoff mit einer berühmten Kollegin aus: Hollywood-Legende Goldie Hawn (80). Die beiden standen 1992 gemeinsam für die Fantasy-Komödie "Der Tod steht ihr gut" vor der Kamera – und genau dort entstand Meryl Streeps Unmut. Der Grund war denkbar simpel: Goldie kam ständig zu spät ans Set.
"Sie war immer zu spät am Set", erinnert sich Meryl im Interview. "Und ich bin immer pünktlich, wissen Sie, und das ist nervig." Goldie sei dabei jedes Mal mit Sturmfrisur aufgetaucht – was den anderen am Set aber herzlich egal gewesen zu sein schien. "Und alle dachten: 'Oh, sie ist so süß.' Also hatte ich Beef mit ihr", erzählt die Schauspielerin mit einem Augenzwinkern. Trotz dieser Reibereien überwiegen in Meryls Erinnerung aber die positiven Momente: "Aber ich liebte sie." Sie schwärmt davon, wie viel Spaß die beiden am Set hatten. "Wir haben nur gelacht. Wir hatten so viel Spaß." Und: "Goldie hat das beste Lachen in Amerika, wirklich." Auch nach den Dreharbeiten sollen die beiden Schauspielerinnen Freundinnen geblieben sein.
Ungleich ernster war Meryl Streeps Geschichte mit einem anderen Kollegen: Dustin Hoffman (88). Bei den Dreharbeiten zu "Kramer vs. Kramer" eskalierte der Konflikt zwischen den beiden, weil Meryl ihre Dialogzeilen abändern und ihrer Figur mehr feministische Tiefe verleihen wollte – was Dustin nicht gefiel. In einer Szene soll er sie sogar geschlagen haben, obwohl das im Drehbuch so nicht vorgesehen war. Beide gewannen für den Film schließlich einen Oscar. Als Dustin 2018 im Zuge des Weinstein-Skandals selbst in die Kritik geriet, meldete sich Meryl gegenüber The New York Times zu Wort: "Er hatte eine Grenze überschritten."










