RTL macht Schluss: "Unter uns" nach 32 Jahren eingestellt
Für die Fans der Schillerallee gibt es traurige Neuigkeiten: RTL beendet die Produktion der Daily-Serie Unter uns nach 32 Jahren zum Ende des Jahres 2026. Die bereits abgedrehten Folgen sollen aber noch komplett gezeigt werden – im Fernsehen bei RTL und im Stream auf RTL+. Die laufende Staffel wird demnach noch bis in den März 2027 hinein zu sehen sein. Damit verschwindet eine der langlebigsten täglichen Serien des deutschen Fernsehens vom Bildschirm. Seit 1994 begleitete das Format mehrere Zuschauergenerationen. Für viele Fans gehörte der Blick in die fiktive Kölner Straße jahrelang fest zum Alltag. Endgültig abgeschlossen muss die Geschichte der Marke allerdings noch nicht sein: Die Produktionsfirma UFA möchte prüfen, ob und in welcher Form "Unter uns" künftig fortgesetzt werden kann.
Als Gründe für das Aus nennt der Sender die veränderten wirtschaftlichen Bedingungen für tägliche fiktionale Formate, das gewandelte Nutzungsverhalten des Publikums und die geplante Neuausrichtung des Nachmittags- und frühen Vorabendprogramms. "Eine solche Entscheidung fällt uns alles andere als leicht. Aber zu einem starken Programm gehört auch, es immer wieder weiterzuentwickeln und auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren", erklärte Inga Leschek in einem Statement von RTL. Und weiter: "'Unter uns' hat Fernsehgeschichte geschrieben und wird immer einen besonderen Platz bei RTL haben." Die verbleibende Produktionszeit wollen der Sender und die UFA nutzen, um die mehr als 30-jährige Seriengeschichte mit einem großen Staffelfinale zu würdigen und gemeinsam mit den Zuschauern zu feiern. Komplett auf tägliche Serien verzichten will RTL nicht: Bei GZSZ und Alles was zählt setzt der Sender seine Zusammenarbeit mit UFA fort.
Zu den bekanntesten Gesichtern von "Unter uns" gehört Miloš Vuković (45): Der Schauspieler steht seit dem Jahr 2000 für das Format vor der Kamera. "Wenn man mich heute fragt, ob ich mir vorstellen könnte, auch die 30 Jahre bei 'Unter uns' vollzumachen, lautet meine Antwort zum jetzigen Zeitpunkt ganz klar: Ja", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Wie es mit der Schillerallee weitergehen könnte, ließ UFA-Chef Sascha Schwingel offen – betonte aber die enge Bindung des Publikums an die Serie. "Für die UFA bleibt 'Unter uns' eine starke Marke mit hoher Bekanntheit, emotionaler Bindung und kreativer Zukunftsfähigkeit", erklärte er in dem Statement und ergänzte: "Deshalb werden wir sehr sorgfältig und mit großer Überzeugung prüfen, welche neuen Perspektiven sich für die Schillerallee eröffnen können."








