Opferfamilie zweifelt: D4vd behauptet, "mittellos" zu sein
Die Familie von Celeste Rivas meldet sich mit deutlichen Worten zu Wort und zweifelt daran, dass D4vd (21) tatsächlich kein Geld mehr haben soll. Ihr Anwalt Patrick Steinfeld erklärte gegenüber TMZ: "Die Familie Rivas Hernandez war schockiert, als sie erfuhr, dass David Anthony Burke behauptet, mittellos zu sein." Anlass für die Aussage ist ein Wechsel bei der Verteidigung des Sängers in Los Angeles. Staranwältin Blair Berk und das restliche private Anwaltsteam legten ihr Mandat am Montag nieder, nachdem der Musiker erklärt hatte, sich die kostspielige Vertretung nicht mehr leisten zu können. Das Gericht stellte daraufhin fest, dass der 21-Jährige Anspruch auf einen staatlich finanzierten Rechtsbeistand hat, und bestellte die Pflichtverteidigung des Los Angeles County. Diese vertritt ihn nun gegen die schwerwiegenden Anklagepunkte, mit denen sich der Musiker konfrontiert sieht.
Für Patrick ist die Entscheidung nur schwer nachzuvollziehen. Gegenüber TMZ verweist der Familienanwalt auf mehr als fünf Milliarden Streams, 16 Millionen monatliche Hörer auf einer Streamingplattform sowie darauf, dass der Sänger die Kontrolle über drei Unternehmen habe: D4VD Entertainment, Skullrose Merchandising und Headspace Publishing. "David Anthony Burke ist nicht mittellos. Sein Vermögen wird durch seine Unternehmen geschützt. Vielleicht hätte er Geld, wenn er einfach eines seiner Unternehmen fragen würde", kritisierte der Jurist. Zudem bemängelt er, dass die Kosten für die Verteidigung eines seiner Ansicht nach wohlhabenden Angeklagten nun von den Steuerzahlern getragen werden müssten. Auch Blair und ihre Kollegen äußerten sich zu dem Wechsel: "Heute Morgen hat das Gericht unserem Antrag auf Niederlegung des Mandats stattgegeben und die Pflichtverteidigung des Los Angeles County bestellt, nachdem festgestellt worden war, dass David Anspruch auf einen beigeordneten Rechtsbeistand hat." Man unterstütze ihn weiterhin und halte seine neuen Anwälte und Ermittler für kompetent und engagiert.
D4vd bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Bei dem Gerichtstermin am Montag plädierte er erneut auf "nicht schuldig". Dem Musiker wird vorgeworfen, eine 14-Jährige getötet, ihre Leiche zerstückelt und menschliche Überreste unrechtmäßig verstümmelt zu haben. Zudem wird ihm fortgesetzter sexueller Missbrauch einer Minderjährigen unter 14 Jahren vorgeworfen. Sämtliche Anschuldigungen sind bislang nicht bewiesen. Der Anwalt der Familie verweist darüber hinaus auf Aussagen aus einer vorläufigen Anhörung, denen zufolge der Sänger Vermögenswerte an seine Mutter und Managerin Colleen Burke übertragen haben soll. Patrick sieht darin einen Versuch, das Vermögen vor möglichen Zivilklagen und einem Zugriff der Opferfamilie zu schützen. Auch hierbei handelt es sich bislang um eine Behauptung der Gegenseite.








