Zack Snyder hinterfragt seinen düsteren DC-Kurs

Zack Snyder hinterfragt seinen düsteren DC-Kurs

- Viviane Schmidt
Lesezeit: 2 min
Promiflash.de bei Google bevorzugenPromiflash.de bei Google bevorzugen

Zack Snyder (60) blickt überraschend selbstkritisch auf seine Zeit bei DC zurück. Anlässlich der Weltpremiere seines neuen Films "The Last Photograph" beim Toronto International Film Festival sprach der Regisseur mit The Hollywood Reporter über seine damalige Entscheidung, sich bewusst von der unterhaltsameren Erfolgsformel der Marvel-Filme abzugrenzen. Heute fragt er sich, ob sein düsterer und stark von der Mythologie seiner Superhelden geprägter Ansatz tatsächlich der richtige Weg war. Grundsätzlich ändern würde Zack seine Herangehensweise allerdings nicht. Die Marvel-Methode sei schlicht nicht die Art, wie er selbst Geschichten erzählt.

Die Filme der Konkurrenz verglich Zack mit einer Achterbahnfahrt. "Die Aufstiege, die Stürze, die Abschnitte, in denen man einfach so dahinrollt, und dann wieder ein Sturz. Am Ende denkt man sich: 'Wow, das war verrückt, das war genial'", erklärte er. An genau dieser Form der Unterhaltung habe er bei seinen eigenen Superheldenfilmen damals allerdings "keinerlei Interesse" gehabt. Rückblickend räumte der 60-Jährige ein: "Und wissen Sie, vielleicht war das ein Fehler." Eine Marvel-ähnliche Richtung hätte er trotzdem kaum einschlagen können. "Ich denke so nicht. Ich kann das nicht. Ich möchte mich lieber mit der Mythologie dahinter auseinandersetzen. Und vielleicht macht das nicht ganz so viel Spaß", gab Zack gegenüber The Hollywood Reporter zu. Sein DC-Kosmos begann 2013 mit "Man of Steel", gefolgt von Batman v Superman: Dawn of Justice und "Justice League".

Inzwischen hat bei DC James Gunn (60) das Ruder übernommen. Zwischen ihm und Zack herrscht The Hollywood Reporter zufolge deswegen offenbar kein böses Blut: Die beiden arbeiteten bereits 2004 bei "Dawn of the Dead" zusammen, für den James das Drehbuch schrieb und Zack Regie führte. James' neuen Superman habe Zack bislang lediglich aus Zeitgründen nicht gesehen. Zuletzt konzentrierte er sich auf "The Last Photograph", der nun in Toronto seine Weltpremiere feierte. Einen Verleih oder Streamingdienst hat das Projekt bislang allerdings noch nicht gefunden. Vor der Vorführung scherzte Zack deshalb sogar, das anwesende Publikum könne möglicherweise das einzige bleiben, das den Film jemals zu Gesicht bekomme.

Regisseur Zack Snyder im September 2026
Getty Images
Regisseur Zack Snyder im September 2026
Zack Snyder, Regisseur
Getty Images
Zack Snyder, Regisseur
James Gunn, Juli 2025
Getty Images
James Gunn, Juli 2025
Wie steht ihr zu James Gunns neuer DC-Ära im Vergleich zu Zack Snyders Ansatz?