Wegen Mette-Marits Krankheit sagt Haakon erneut Termine ab
Kronprinz Haakon von Norwegen (52) hat erneut einen offiziellen Termin kurzfristig abgesagt. Ein Empfang für Konsuln im Schloss, der für heute, Dienstag, den 16. Juni, geplant war, findet zwar statt – allerdings ohne ihn. Das geht aus dem offiziellen Programm des Königshauses hervor, in dem Haakon plötzlich nicht mehr als Teilnehmer aufgeführt wird. Als erstes hatte die norwegische Zeitung VG über die Absage berichtet. Vom Schloss gab es zunächst keine Stellungnahme – auf Anfragen von Dagbladet reagierte das Haus bislang nicht.
Es ist bereits die zweite Absage des Kronprinzen binnen weniger Tage. Vergangenen Freitag fehlte er beim Staatsrat, den er eigentlich gemeinsam mit seinem Vater, König Harald, hätte leiten sollen. Damals bestätigte das Schloss gegenüber Aftenposten, dass der Grund der Gesundheitszustand von Kronprinzessin Mette-Marit (52) war: "Der Kronprinz hat sein Programm heute aufgrund der Erkrankung der Kronprinzessin abgesagt", hieß es aus der Kommunikationsabteilung des Schlosses. Königshausexpertin Caroline Vagle von Se og Hør kommentierte das damals als höchst ungewöhnlich: "Es ist sehr ungewöhnlich, dass der Kronprinz den Staatsrat absagt, aber in dieser Zeit sind wir darauf vorbereitet, dass so etwas passieren kann. Jetzt hat die Gesundheit der Kronprinzessin oberste Priorität", sagte sie. Das Königshaus hatte bereits am 5. Juni in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass sich Mette-Marits Lungenerkrankung dramatisch verschlechtert hat und sie nun offiziell auf der Transplantationsliste für neue Lungen steht. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass Haakon sein Programm künftig anpassen werde, um mehr Zeit mit ihr zu verbringen. Mette-Marit übernimmt bis zur Operation keine Aufgaben im Königshaus.
Für die norwegische Königsfamilie ist es ohnehin eine belastende Phase. Mette-Marits ältester Sohn, Marius Borg Høiby (29), wurde zuletzt in Oslo zu vier Jahren Gefängnis verurteilt – unter anderem wegen zweier Vergewaltigungen und Gewalt in einer Beziehung. Das Urteil hatte international für Aufsehen gesorgt und den Druck auf Haakon weiter erhöht, der als künftiger König Norwegens eine klare Haltung einnehmen soll.











