Schlotterbeck-Aus: Rutscht Rüdiger jetzt in die WM-Startelf?
Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Nico Schlotterbeck (26) bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA rückt Antonio Rüdiger (33) plötzlich in den Mittelpunkt des deutschen Abwehrspiels. Der Real-Madrid-Profi hatte beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste bereits in der zweiten Halbzeit die Lücke neben Jonathan Tah (30) geschlossen und gilt nun als logischer Startelfkandidat für die verbleibenden WM-Spiele – darunter das Duell gegen Ecuador am Donnerstag und das anschließende Sechzehntelfinale in Boston. Für Antonio ist das nicht nur sportlich eine große Herausforderung, sondern auch eine Chance: Er will auf dem Rasen beweisen, dass er mehr ist als der Skandalprofi, als den ihn viele zuletzt wahrgenommen haben.
Antonio war in der abgelaufenen Saison bei Real Madrid von Verletzungen geplagt und musste sich auch deshalb in der Nationalmannschaft hinter Jonathan und Nico einreihen. Hinzu kamen einige aufsehenerregende Vorfälle: Nach einem verlorenen Pokalfinale gegen den FC Barcelona warf er einen Eisbeutel nach dem Schiedsrichter und beschimpfte ihn. Außerdem beschuldigte ihn ein Gegner nach einem Ligaspiel, ihn absichtlich mit dem Knie am Kopf verletzt zu haben – was Antonio bestritt. Bei einer Pressekonferenz im deutschen Basiscamp in Winston-Salem zeigte er sich nun laut Bild reumütig: Er sei "kein Kind von Traurigkeit", stehe zu seinen Fehlern, habe aber vor, sie nicht zu wiederholen. Aus dem Umfeld der Nationalmannschaft heißt es, er habe sein Verhalten inzwischen tatsächlich verändert.
Seinen Platz in der Stammelf hatte der Verteidiger bei der EM 2024 noch unumstritten inne. Dann übernahmen Jonathan und Nico das Kommando in der deutschen Abwehr – eine Rollenverteilung, die Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) im März 2026 offiziell bestätigte. Nico, der einzige Linksfuß unter den deutschen Innenverteidigern, hatte mit seiner Fähigkeit zu scharfen Diagonalbällen und seiner Präsenz bei Standards für Furore gesorgt – unter anderem mit dem entscheidenden 2:1 gegen Curacao nach einem Eckball. Der Bundestrainer zollte ihm in der offiziellen DFB-Mitteilung Respekt: "Schlotti wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau."












