

Darum verweigerte Horst Lichter Verkäuferin die Händlerkarte
Bei Bares für Rares erlebte Verkäuferin Eva-Maria Manigk aus Berlin kürzlich einen bitteren Moment: Die Regierungsobersekretärin reiste mit zwei alten Kodak-Kameras nach Köln und hoffte auf einen Erlös von 250 Euro. Doch nicht nur blieb dieser Wunsch unerfüllt – sie schaffte es nicht einmal in den Händlerraum. Moderator Horst Lichter (64) ließ die Händlerkarte dieses Mal bewusst stecken und schickte Eva-Maria direkt nach Hause, um ihr weitere Enttäuschungen zu ersparen.
Der Grund dafür lag in der Einschätzung von Experte Sven Deutschmanek (50). Er bewertete die beiden Kameras zusammen auf lediglich 80 bis 100 Euro – also weit unter dem, was sich Eva-Maria erhofft hatte. Beide Geräte seien schlicht nicht besonders selten und damit auch nicht sammelwürdig, so seine Begründung. Auch Horst meldete sich zu Wort und outete sich als Sammler solcher Gegenstände. Aus eigener Erfahrung wisse er daher, dass sich ein solches Unterfangen nicht lohne – was ihn letztlich zur Entscheidung brachte, die Händlerkarte nicht zu überreichen.
Die beiden Kameras hatte Eva-Maria auf ganz besondere Weise gefunden: Die Berlinerin hatte zeitweise in Paris gelebt und dort eine Wohnung mit einem vollgestellten Keller bewohnt. Nach erfolgreicher Entrümpelung durfte sie einige Gegenstände mit nach Deutschland nehmen – darunter die beiden Kodak-Kameras. Bei "Bares für Rares" ist das Konzept normalerweise so, dass Verkäufer ihre mitgebrachten Objekte zunächst von einem Sachverständigen bewerten lassen und anschließend im Händlerraum um den Verkaufspreis feilschen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Horst die Händlerkarte überreicht – was in Eva-Marias Fall nicht geschah.







