Quentin Tarantino würgte Diane Kruger für diese Filmszene
Für eine der einprägsamsten Szenen in "Inglourious Basterds" griff Quentin Tarantino (63) zu einer höchst ungewöhnlichen Methode: Er würgte Diane Kruger (49) beim Dreh persönlich und brachte die Schauspielerin dabei fast zur Bewusstlosigkeit. Im Blockbuster spielt Diane die deutsche Doppelspionin Bridget von Hammersmark, die am Ende vom NS-Offizier Hans Landa – gespielt von Christoph Waltz (69) – mit bloßen Händen getötet wird. Was das Publikum beim Anschauen dieser Szene nicht ahnt: Was auf der Leinwand zu sehen ist, war kein reines Schauspiel.
Hintergrund der unorthodoxen Vorgehensweise war, dass Quentin nach eigenen Aussagen oft unzufrieden mit gespielten Erstickungsszenen in Filmen gewesen sei. Ihm wirkten solche Momente häufig zu gestellt. Also schlug er Diane vor, etwas weiter zu gehen: "Was ich zu ihr sagte, war: 'Ich werde dich einfach würgen, okay? Ganz direkt, ich werde dir für einen kurzen Moment die Luft abschneiden. Wir werden die Reaktion in deinem Gesicht sehen und dann rufe ich Cut'", so Quentin im Audiokommentar zum Kassenschlager. Diane stimmte der Vorgehensweise zu. Aus Sorge, Christoph Waltz könne beim Würgen entweder zu behutsam oder zu grob vorgehen, übernahm der Filmemacher die Szene selbst. Er legte sich auf die Schauspielerin, drückte ihr den Hals zu – so fest, dass sie nach eigenen Angaben fast das Bewusstsein verlor. Glücklicherweise gelang der Take beim ersten Versuch, sodass keine Wiederholung nötig war.
Die Methode wurde im Nachhinein kontrovers diskutiert - keine Seltenheit bei Quentin. Der Regisseur ist bekannt dafür, bei seinen aufwendig inszenierten Filmen eng mit seinen Stars zu arbeiten und viel Wert auf physische Präsenz und echte Reaktionen zu legen. Diane hatte in Interviews in der Vergangenheit mehrfach erzählt, wie intensiv der Dreh von Inglourious Basterds insgesamt gewesen sei und wie sehr sie die Zusammenarbeit mit dem Regisseur geprägt habe. Der Genre-Mix aus Kriegsfilm, Satire, Action und Italo-Western kam 2009 ins Kino und zählt bis heute zu den bekanntesten Werken von Quentin.












