Hayden Panettiere konnte sich nicht mehr mit Mama versöhnen

Hayden Panettiere konnte sich nicht mehr mit Mama versöhnen

- Anna Pejsek
Lesezeit: 3 min
Promiflash.de bei Google bevorzugen

Hayden Panettiere (†36) ist am 16. August 2026 gestorben – ohne sich zuvor mit ihrer Mutter Lesley Vogel (70) versöhnt zu haben. Die Schauspielerin wurde am Sonntagnachmittag leblos in einem Apartmentkomplex in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina gefunden. Erst am Vortag soll sie gemeinsam mit ihrem On-off-Partner Brian Hickerson aus Los Angeles angereist sein. Besonders tragisch: Zwischen Mutter und Tochter herrschte seit September 2025 Funkstille. Noch während der Werbetour für ihre im Mai 2026 erschienene Autobiografie "This Is Me: A Reckoning" hatte Hayden allerdings betont, dass sie trotz der tiefen familiären Verletzungen auf eine spätere Annäherung hoffe. "Leider haben wir momentan keine Beziehung. Aber das bedeutet nicht, dass ich die Tür für die Möglichkeit verschließe, dass sich eines Tages eine Gelegenheit ergibt", erklärte sie damals gegenüber Us Weekly.

In ihren Memoiren und den begleitenden Interviews hatte die Schauspielerin schwere Vorwürfe gegen ihre Mutter erhoben, die ihre Karriere seit frühester Kindheit gemanagt hatte. Sie beschrieb Lesley als streng und leistungsorientiert und erklärte, sie habe sich oft eher wie deren Angestellte und Versorgerin gefühlt als wie eine Tochter. Mit 19 Jahren beendete Hayden während ihrer Zeit bei "Heroes" die berufliche Zusammenarbeit und bat ihre Mutter nach eigener Darstellung, künftig einfach nur noch Mama zu sein. Die Reaktion habe sie tief getroffen: "Ich erinnere mich, dass ich hoffnungsvoll war. Aber ich hatte auch nicht mit der Reaktion gerechnet, die ich bekam: 'Du schuldest mir etwas'", zitierte die Daily Mail sie. Lesley wies gegenüber dem Blatt zurück, ihre Tochter zur Arbeit als Kinderstar gezwungen zu haben, und warf ihr vor, den Konflikt zur Vermarktung des Buches aufzuwärmen. Den Kontaktabbruch bezeichnete sie als eigene Entscheidung nach professionellem Rat: "Nach 20 Jahren voller Trauma, Chaos, Süchte und Anschuldigungen hatte ich das Gefühl, keine andere Wahl zu haben, als den Kontakt abzubrechen." Nach Haydens Tod äußerte sie sich bislang nicht öffentlich. Die Todesursache steht noch nicht fest – laut Gerichtsmedizin wurden bei der Autopsie keine körperlichen Verletzungen entdeckt, die zum Tod beigetragen hätten.

Das schwierige Mutter-Tochter-Verhältnis war eng mit Haydens frühem Ruhm verknüpft. Bereits als Baby stand sie vor der Kamera, mit fünf Jahren bekam sie wiederkehrende Rollen in Seifenopern, später wurde sie durch Produktionen wie "Heroes" und "Nashville" weltweit bekannt. Ihr Einkommen habe schon in jungen Jahren Teile des Familienlebens finanziert, darunter Auto- und Telefonrechnungen, erzählte sie. Einblick in die Verwendung ihres selbst verdienten Geldes habe sie dabei kaum gehabt, ihre Mutter habe sie zunehmend als Chefin statt als verlässliche Bezugsperson wahrgenommen. Auch von einer belastenden Rollenumkehr innerhalb der Familie berichtete sie: Statt sich bei ihren Eltern anlehnen zu können, habe sie Verantwortung als Versorgerin, Vertraute und emotionale Stütze übernommen. Mit 18 Jahren zog sie nach eigener Aussage aus dem Elternhaus aus, weil dieser Schritt für sie notwendig gewesen sei. Zu ihrem Vater Skip Panettiere hatte sie hingegen weiterhin ein gutes Verhältnis. Bereits 2023 hatte die Familie einen schweren Verlust erlitten: Haydens jüngerer Bruder Jansen Panettiere (†28) starb an einer Herzerkrankung.

Hayden Panettiere mit ihrer Mutter Lesley Vogel
Getty Images
Hayden Panettiere mit ihrer Mutter Lesley Vogel
Hayden Panettiere, Schauspielerin
Getty Images
Hayden Panettiere, Schauspielerin
Hayden Panettiere mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Jansen
Getty Images
Hayden Panettiere mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Jansen