Nach Wimbledon-Schock: Serena Williams spricht von "Trauma"

Nach Wimbledon-Schock: Serena Williams spricht von "Trauma"

- Carina Bukenberger
Lesezeit: 3 min
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Serena Williams (44) hat nach ihrem Doppel-Comeback an der Seite ihrer Schwester Venus Williams (46) offen über die Folgen ihrer Knieverletzung in Wimbledon gesprochen. Gegenüber Express blickte die Sportlerin jetzt auf jenen Abend zurück und fand deutliche Worte: "Das war für mich eine etwas traumatische Erfahrung. Ich brauchte an diesem Abend zwei Stunden, um die Umkleidekabine zu verlassen, und es war eine lange Genesung." Wegen der Blessur konnten die Schwestern in London nicht wie geplant gemeinsam antreten. Nachgeholt wurde das Ganze nun bei den Cincinnati Open: Am Montagabend standen Serena und Venus erstmals seit vier Jahren wieder zusammen auf dem Platz. In Ohio mussten sich die beiden allerdings Marta Kostyuk und Peyton Stearns geschlagen geben. Nach einem 2:6 und einem 6:1 fiel die Entscheidung erst im Match-Tiebreak, den das Duo mit 8:10 abgab.

Verletzt hatte sich Serena bei ihrer Niederlage gegen Maya Joint im Einzel von Wimbledon. Ihre anschließende Pressekonferenz brach sie ab, später teilte sie sogar Bilder der Flüssigkeit, die aus dem Gelenk entfernt worden war. Obwohl sie alles versucht hatte, rechtzeitig fit zu werden, musste sie damals auch das Doppel absagen. Umso mehr zählte für sie in Cincinnati nun das Erlebnis und nicht das Ergebnis. "Gewinnen ist natürlich großartig. Aber ich denke, in dieser Situation haben wir einfach Spaß. Ich bin nicht hierhergekommen, um dieses Turnier zu gewinnen", stellte die Tennisspielerin gegenüber dem Express klar. Sie habe zwar ihr Bestes gegeben, vor allem aber testen wollen, wie sie und Venus sich auf dem Platz fühlen. Und noch ein Punkt war ihr wichtig: Dem Publikum wollte sie erneut die Gelegenheit bieten, die Schwestern gemeinsam spielen zu sehen.

Ihre Rückkehr auf die große Einzelbühne hatte in Wimbledon begonnen. Für das Grand-Slam-Turnier bekam Serena nach ihrer langen Pause eine Wildcard – 2022 hatte sie sich bei den US Open zunächst vom Tennis verabschiedet. Zuvor war sie bereits bei Doppel-Einsätzen in London und Berlin angetreten. Den aktuellen Comeback-Weg erlebt die zweifache Mutter nach eigener Aussage ganz anders als früher: "Ich habe den Prozess nie wirklich genossen, aber ich glaube, dieses Mal genieße ich ihn ein bisschen mehr als jemals zuvor. Es ist irgendwie einfach eine andere Sichtweise darauf", erklärte sie. Dabei sei ihr bewusst, dass diese Phase nicht ewig andauern werde und sie nicht jede Woche antreten könne. Auch ihre Kinder nannte sie als Grund dafür, dass sich alles diesmal anders anfühlt. Zu ihren nächsten Schritten, etwa einem möglichen Start bei den bevorstehenden US Open, äußerte sie sich bislang nicht konkret.

Serena Williams sammelt sich beim Seitenwechsel in Wimbledon 2026 gegen Maya Joint, 30. Juni 2026
Getty Images
Serena Williams sammelt sich beim Seitenwechsel in Wimbledon 2026 gegen Maya Joint, 30. Juni 2026
Serena und Venus Williams beim US-Open-Turnier 2022
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Serena und Venus Williams beim US-Open-Turnier 2022
Venus und Serena Williams im März 2022 in Los Angeles
Getty Images
Venus und Serena Williams im März 2022 in Los Angeles
Serena stellt beim Comeback das Erlebnis über den Sieg – wie findet ihr diese Haltung?