Deshalb verkaufte T-Pain seine Songrechte für 100 Millionen

Deshalb verkaufte T-Pain seine Songrechte für 100 Millionen

- Viviane Schmidt
Lesezeit: 3 min
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Im Februar 2025 trennte sich T-Pain (40) von seinem kompletten Musikkatalog und kassierte dafür rund 100 Millionen Dollar (86,5 Millionen Euro) von der Investmentfirma HarbourView Equity. Der Grund für den Mega-Deal war allerdings kein Luxusleben, sondern die Zukunft seiner drei Kinder. In einem Twitch-Livestream erklärte der Rapper, warum er seinen Nachwuchs nicht den schwankenden Einnahmen der Musikbranche aussetzen wollte. Statt seinen Kindern Rechte zu hinterlassen, die immer weniger einbringen, entschied er sich lieber für eine Summe, die sofort verfügbar und klar kalkulierbar ist. Gemeinsam mit seiner Frau Amber Najm hat der Musiker eine Tochter und zwei Söhne: Lyriq, Muziq und Kaydnz. Ihnen soll das Geld aus dem Verkauf langfristig zugutekommen.

Besonders deutlich wurde T-Pain bei seiner Kritik am Streaminggeschäft. "Als Streaming anfing, hat uns niemand informiert oder irgendeinen Künstler gefragt: 'Hey, wir stellen eure Musik auf Streamingplattformen. Wie viel soll eure Musik kosten?' Plötzlich und ohne Zustimmung ging unsere gesamte Musik von einem Dollar pro Song auf 0,003 Cent pro Wiedergabe zurück. Niemand hat uns einen Scheiß gefragt", schimpfte er in dem Twitch-Livestream. Nach seiner Darstellung werde der Betrag mit der Zeit sogar noch geringer – und damit verliere auch sein Katalog zunehmend an Wert. Seine Kinder diesem System auszuliefern, kam für T-Pain deshalb nicht infrage. "Glaubt ihr, ich will ihnen das hinterlassen? Nach all dem Scheiß, von dem ich euch erzählt habe, der mir in dieser verdammten Industrie passiert ist, glaubt ihr, ich werde das Leben und die Zukunft meiner Kinder in die Hände der Musikindustrie legen?", stellte er klar. Der Rapper habe nach eigener Aussage genau berechnet, welche Summe er für den Rest seines Lebens benötigt. Lieber wollte er sich mit einem sicheren Betrag zufriedengeben, der ihm und seiner Familie reicht, als weiter auf möglicherweise schrumpfende Einnahmen zu setzen.

Wie überzeugend das Angebot war, schilderte der Musiker im Podcast "Club Shay Shay". HarbourView Equity habe ihm seine jährlichen Einnahmen aus dem Katalog vorgerechnet und dann eine Einmalzahlung in Höhe des Hundertfachen auf den Tisch gelegt: "Schau, so viel verdienst du damit pro Jahr. Wir geben dir jetzt auf einmal das Geld für hundert Jahre." Seine Reaktion darauf sei nur ein knappes "Okay" gewesen. Nach Abschluss des Deals betonte der Künstler, der mit bürgerlichem Namen Faheem Rashad Najm heißt, dass die Firma das Vermächtnis seiner Songs bewahren solle. "Dieser Katalog steht für Jahre harter Arbeit, Kreativität und unvergessliche Momente, und ich bin dankbar, dass er weiterhin neue Höhen erreicht. Ich habe nicht vor, in nächster Zeit aufzuhören", hieß es damals in seinem Statement auf der Website von HarbourView Equity. Ein Abschied von der Musik war der Verkauf also nicht: T-Pain gab lediglich die Rechte an seinen bisherigen Werken ab und kündigte gleichzeitig an, weiterhin kreativ zu bleiben.

T-Pain im Mai 2026
Getty Images
T-Pain im Mai 2026
Rapper T-Pain im Januar 2020
Getty Images
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Rapper T-Pain spielt ein Konzert
Getty Images
Rapper T-Pain spielt ein Konzert
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