Darum weicht "House of the Dragon" so stark vom Buch ab
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Darum weicht "House of the Dragon" so stark vom Buch ab

- Malin Friedrich
Lesezeit: 2 min
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Das Finale der dritten Staffel von House of the Dragon flimmerte am Sonntag bei HBO Max über die Bildschirme – und hat unter Fans für hitzige Diskussionen gesorgt. Der Grund: Die Serie weicht an entscheidenden Stellen deutlich von George R.R. Martins Romanvorlage "Feuer und Blut" ab. Besonders zwei Punkte stoßen auf Kritik. Zum einen deutet Rhaenyra die Prophezeiung von Eis und Feuer plötzlich öffentlich, zum anderen wurden die Handlungsstränge von Hugh Hammer und Ulf dem Weißen kräftig umgebaut. Serienschöpfer Ryan Condal stellt sich nun gegenüber Esquire hinter diese Entscheidungen. Seine zentrale Begründung: Er habe lediglich rund 200 Seiten Prosa zur Verfügung, aus denen vier komplette Fernsehstaffeln entstehen müssen. Veränderungen beim Sprung von einem Medium in ein anderes seien deshalb schlicht unvermeidlich.

In Martins Buch machen sich Hugh und Ulf gemeinsam einen zweifelhaften Namen: Als sie sich im Chaos von Tumbleton gegen Rhaenyra stellen, gehen sie als die "Zwei Verräter" in die Geschichte ein. Die Serie trennt dieses Duo und lässt Ulf stattdessen im Alleingang völlig aus dem Ruder laufen. Noch größer ist der Eingriff bei der Prophezeiung: In der Vorlage spricht Rhaenyra darüber weder öffentlich, noch erklärt sie sich selbst zum "Prinz, der verheißen wurde". In der HBO-Produktion verkündet sie den Zusammenhang dagegen vor Publikum und verknüpft ihren Thronanspruch direkt mit der Bedrohung aus dem Norden. "Für mich erscheinen notwendige Änderungen bei der Übertragung von einem Medium in ein anderes weniger kontrovers", erklärte Ryan und fügte hinzu: "Die Leute müssen verstehen, dass ich mit 200 Seiten Prosa arbeite, aus denen ich vier Fernsehstaffeln machen muss. Und dieses Zeug, glauben Sie mir, hält mich nachts mehr wach als jeden anderen."

Irgendwann habe er allerdings gelernt, sich von der Angst vor Fanreaktionen zu lösen. "Aber zwischen Staffel zwei und Staffel drei wurde mir klar, dass ich so wirklich nicht mehr leben kann – indem ich mir einfach über jede Kleinigkeit Sorgen mache", so der Serienschöpfer weiter im Gespräch. Er müsse seinen Instinkten vertrauen als jemand, der "Feuer und Blut" wahrscheinlich öfter gelesen habe als jeder andere Mensch auf diesem Planeten. Die Adaption halte er weiterhin für äußerst werkgetreu, "was den Gesamttext und die große Geschichte angeht, die sie erzählt – selbst wenn einzelne Momente überraschend oder anders sind".

Prinzessin Rhaenyra Targaryen und König Viserys in "House of the Dragon"
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Prinzessin Rhaenyra Targaryen und König Viserys in "House of the Dragon"
Emma D’Arcy in "House of the Dragon", Staffel 3
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Emma D’Arcy in "House of the Dragon", Staffel 3
Emma D’Arcy als Rhaenyra Targaryen in "House of the Dragon", Staffel 3
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Emma D’Arcy als Rhaenyra Targaryen in "House of the Dragon", Staffel 3
Steht ihr hinter Ryan Condals Änderungen an "Feuer und Blut"?