Tod seiner Mutter gab Bruce Darnell das Gefühl von Freiheit
Der Tod seiner Mutter hat bei Bruce Darnell (69) nicht nur Trauer ausgelöst, sondern ihm auch ein unerwartetes Gefühl von Freiheit gegeben. Darüber sprach der Moderator und Laufstegcoach mit Frauke Ludowig (62) für RTL. Von dem Verlust habe er vor knapp zwei Jahren durch eine Nachricht erfahren. "An dem Tag, als sie gestorben ist, habe ich eine Message bekommen und ich habe irgendwie so eine Freiheit bekommen", erklärte er. Für Bruce bedeutete dieser Moment offenbar einen Wendepunkt: Er konnte endgültig mit seiner belastenden Kindheit abschließen. Zu seiner Mutter hatte Bruce zuvor fast fünf Jahrzehnte lang keinen Kontakt mehr gehabt. Die Verbindung war abgebrochen, nachdem er nach Deutschland ausgewandert war. Dass die Todesnachricht neben der Trauer auch ein Gefühl der Befreiung in ihm hervorrief, führt der TV-Star auf seine schwierige Kindheit und die dadurch entstandenen Selbstzweifel zurück.
Geprägt haben ihn vor allem die ersten Lebensjahre. Bruce wuchs als unehelich geborenes Kind auf und hatte das Gefühl, keinen Platz beanspruchen zu dürfen. "Die Kindheit war unsichtbar. Ich musste mich unsichtbar machen als uneheliches Kind", erinnerte er sich. Trotz der schwierigen Beziehung zu seiner Mutter möchte er ihr nichts vorwerfen: "Es hatte nie irgendetwas mit Hass zu tun. Gar nichts." Nach ihrem Tod habe er begonnen, seinen eigenen Wert klarer zu sehen, und sich von langjährigen Selbstzweifeln getrennt. "Ich bin zu einem Punkt gekommen, wo ich gesagt habe: 'Schluss damit!' Zu denken: 'Ich bin nicht gut genug.' Ich bin so, wie ich bin. Ich bin ein guter Mensch. Ich versuche, ein guter Mensch zu sein", erklärte er. Positives Denken und eine veränderte innere Haltung seien entscheidend für sein heutiges Glück. Erst mit 68 Jahren habe er angefangen, sich selbst zu lieben und wirklich anzukommen.
Der Verlust seiner Mutter ist nicht der einzige schwere Abschied in seinem Leben. 25 Jahre lang war Bruce mit seinem Lebenspartner zusammen, der später an Krebs erkrankte. Zweieinhalb Jahre pflegte er ihn zu Hause und begleitete ihn bis zu dessen Tod. An diese Zeit denkt er trotz des Schmerzes mit Wärme zurück. Heute beschreibt sich der Moderator als Mensch, der mit sich selbst im Reinen ist. Kurz nach seinem 69. Geburtstag fühlt er sich nach eigener Aussage weiterhin körperlich fit.









