Millionen für Anwälte: Nick Reiner streitet mit Geschwistern
Knapp sechs Monate nach dem Tod seiner Eltern steht Nick Reiner (32) nicht nur vor einem Mordprozess, sondern auch mitten in einem handfesten Familienstreit. Der 32-Jährige ist angeklagt, seine Eltern, den Regisseur Rob Reiner (†78) und die Produzentin Michele Singer Reiner (†70), im Dezember 2025 getötet zu haben. Er hat auf nicht schuldig plädiert. Nachdem er zuletzt vergeblich versucht hatte, an Geld aus dem Nachlass seiner Eltern zu gelangen, erhebt Nick nun Vorwürfe gegen seine Geschwister. Jake (35) und Romy Reiner (28) sollen eine zugesagte finanzielle Unterstützung für seine Strafverteidigung zurückgezogen haben. Das geht aus einem Nachlassantrag hervor, der am 8. Juni eingereicht wurde, wie das Magazin People berichtet.
Im Mittelpunkt steht ein Treuhandfonds im Wert von 1,5 Millionen Dollar (rund 1,3 Millionen Euro), den seine Eltern einst eingerichtet hatten. Mit dem Geld möchte Nick den renommierten Strafverteidiger Alan Jackson erneut engagieren, der ihn nach seiner Verhaftung zunächst vertreten hatte. Jackson legte das Mandat jedoch nieder, nachdem die erwartete Finanzierung ausblieb. Gegenüber dem Magazin People erklärte der Anwalt, die Geschwister hätten zuvor mündlich signalisiert, als Drittzahler für seine Kanzlei einspringen zu wollen. Da die Zahlungen nicht erfolgten, habe man die Vertretung beendet. Seitdem wird Nick von der Pflichtverteidigerin Kimberly Greene des Los Angeles County vertreten.
Unklar ist allerdings, welche Rolle Jake und Romy bei dem Geld tatsächlich spielen. Laut den Gerichtsunterlagen entscheidet ein Treuhänder über Auszahlungen aus dem Fonds, die Geschwister werden dort nicht als Verwalter genannt. Zudem bleibt offen, aus welcher Quelle die ursprünglich erwarteten Zahlungen überhaupt kommen sollten – ob aus Nicks eigenem Fonds, anderem Familienvermögen oder einer anderen Geldquelle. Strafverteidiger Jackson betonte gegenüber People dennoch, weiterhin entschlossen zu sein, Nick zu vertreten, und prüfe derzeit alternative Honorarvereinbarungen. Jake und Romy Reiner haben sich zu den Vorwürfen bislang nicht öffentlich geäußert.









