Kein "Nepo-Baby"? Pierce Brosnan verteidigt Sohn Paris

Kein "Nepo-Baby"? Pierce Brosnan verteidigt Sohn Paris

- Sandra Wickert
Lesezeit: 3 min
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Pierce Brosnan (73) stellt sich schützend vor seinen Sohn Paris Brosnan (25). Seit der 25-Jährige erste Schritte vor der Kamera unternimmt, muss er sich immer wieder den Vorwurf gefallen lassen, ein sogenanntes "Nepo-Baby" zu sein – also nur wegen des berühmten Nachnamens eine Chance zu bekommen. In einem gemeinsamen Interview mit The Sunday Times Magazine äußerten sich Vater und Sohn nun offen zu der Kritik. Der frühere James-Bond-Darsteller macht deutlich, dass er die familiäre Verbindung nicht als Makel gelten lassen will. "Ich lasse nicht zu, dass er oder ich uns in irgendeine schäbige Unterstellung verstricken, dass er kein Schauspieler werden sollte, nur weil ich sein Vater bin – falls das seine Bestimmung ist", stellte Pierce klar. Und weiter: "Wenn man Leidenschaft und den Wunsch hat, die Arbeit zu machen, muss man es tun." Geschenkt bekommen soll Paris allerdings nichts: "Ich habe ihm gesagt, wenn er Schauspieler sein will, muss er eine Ausbildung machen und lernen – und er möchte diese Dinge tun", betonte der Schauspieler. Auch Paris selbst weiß um seine Ausgangslage. "Ich habe großes Glück, den Namen meines Vaters zu tragen, aber ich möchte, dass meine Kunst für sich selbst Gewicht hat", erklärte er und ergänzte: "Ich muss das Privileg, das damit einhergeht, der Sohn meines Vaters zu sein, unbedingt anerkennen, mich dann aber auch reinhängen und die Arbeit machen."

Zum ersten Mal schnupperte Paris im Jahr 2023 Schauspielluft. Damals stand sein Vater für "The Unholy Trinity" vor der Kamera, und der Regisseur wollte dessen Söhne Paris und Dylan Brosnan (29) für kleine Rollen als Cowboys gewinnen. Pierce fiel dabei nach eigener Aussage auf, wie viel Freude sein Sohn an der Arbeit am Set hatte. Inzwischen hat Paris einen weiteren Film abgedreht und seinen Vater mit seinem Können überzeugt. Sein eigentlicher Schwerpunkt liegt aber weiterhin auf der bildenden Kunst: Der in Los Angeles lebende Künstler präsentierte bei Clarendon Fine Art im Londoner Stadtteil Mayfair mit "Collective Energy" seine erste Ausstellung in Großbritannien. Pierce ließ es sich nicht nehmen, seinen Sohn vor Ort zu unterstützen, und bewarb die Schau stolz auf Instagram. Den Rückhalt seines Vaters bezeichnete Paris gegenüber Daily Mail als "unglaublich". Eine Zukunft als James Bond schließt er derweil für sich aus – diese Rolle überlasse er seinem Vater, während er sich darauf konzentriere, sein eigenes Vermächtnis aufzubauen.

Als wichtigsten Rat seines Vaters nennt der Künstler, dem eigenen Herzen zu folgen und freundlich zu sich selbst sowie zu anderen zu sein. Auch sein älterer Bruder Dylan zeigt sich immer wieder an der Seite seines Vaters: Im August 2025 begleiteten ihn die Geschwister zur New Yorker Premiere von Pierces Netflix-Film "The Thursday Murder Club" und posierten gemeinsam im Plaza Hotel. Von einer Karriere im Filmgeschäft hatte der Schauspieler seinen Kindern früher allerdings abgeraten – zu hart sei der Beruf aus seiner Sicht. Vor einigen Jahren beschrieb er die Schauspielerei gegenüber GQ als "eine Last, die man tragen muss", und erklärte, dabei baue und zerstöre man sich selbst. Neben Film und Malerei hat Paris noch ein weiteres Feld für sich entdeckt: Gemeinsam mit Clarins, Lauren Bush und deren FEED Project engagierte er sich in Sri Lanka für das World Food Programme.

Bei "The Company We Keep" in West Hollywood: Pierce Brosnan und Paris Brosnan präsentieren ein farbenfrohes Kunstwerk
Getty Images
Bei "The Company We Keep" in West Hollywood: Pierce Brosnan und Paris Brosnan präsentieren ein farbenfrohes Kunstwerk
Dylan, Pierce und Paris Brosnan im November 2019
Getty Images
Dylan, Pierce und Paris Brosnan im November 2019
Pierce und Dylan Brosnan bei der Premiere von "Once Upon A Time... In Hollywood"
Getty Images
Pierce und Dylan Brosnan bei der Premiere von "Once Upon A Time... In Hollywood"
Findet ihr, Paris Brosnan sollte trotz seines berühmten Namens eine echte Chance als Schauspieler bekommen?