Ricky Gervais will Jane Fallon aus Steuergründen heiraten
Nach 44 Jahren an der Seite seiner Partnerin Jane Fallon will Ricky Gervais (65) nun doch noch den Bund fürs Leben schließen – allerdings aus einem denkbar unromantischen Grund. Wie der Comedian jetzt im Interview mit dem Saga-Magazin verriet, ist es vor allem die britische Erbschaftsteuer, die ihn zum Gang vor den Traualtar bewegt. Einen Termin oder einen Ort für die Zeremonie nannte er dabei allerdings nicht. "Das ist der Grund. Und das wird der Grund sein, warum ich heirate. Wir haben es noch nicht getan. Aber wenn es die Steuer nicht gäbe ... warum?", erklärte er ganz pragmatisch. Für ihn ändere ein Trauschein ohnehin nichts an ihrem Alltag. "Wie viel verheirateter kann man sein? Wir teilen unser ganzes Geld, wir leben seit 40 Jahren zusammen. Manche Ehen halten kein Jahr", so der Brite gegenüber dem Magazin.
Hintergrund seines Sinneswandels ist die Rechtslage in Großbritannien: Ehepartner und eingetragene Lebenspartner können Vermögen dort grundsätzlich steuerfrei erben. Paare ohne Trauschein profitieren von dieser Befreiung nicht automatisch. Auf den Teil eines Nachlasses, der über den geltenden Freibeträgen liegt, können stattdessen 40 Prozent Erbschaftsteuer anfallen. Bei Ricky und Jane geht es dabei um beachtliche Summen: Das Magazin Pollstar schätzt das Vermögen des Comedians auf rund 141 Millionen Pfund, das der Autorin auf etwa 1,3 Millionen Pfund. Zu seinem Immobilienbesitz sollen unter anderem ein Anwesen in Hampstead, zwei Wohnungen in New York und ein Haus in Marlow zählen. Dass er die Formalitäten nicht ewig vor sich herschieben sollte, ist ihm bewusst. "Es ist schrecklich, oder? 'Ich muss noch dazu kommen, zu heiraten, bevor ich sterbe'", schilderte er im Interview.
Kennengelernt hatten sich die beiden bereits 1982 als Studierende am University College London. Zwei Jahre später zogen sie gemeinsam in eine Wohnung im Stadtteil King's Cross. Gegen eine Hochzeit und gegen Kinder hatte sich das Paar lange ganz bewusst entschieden. Im Podcast "Second Act" berichtete Jane, dass sie schon von klein auf weder vom Hochzeitskleid noch von einer Mutterrolle geträumt habe. Im März dieses Jahres machte die Autorin ebenfalls öffentlich, dass bei einer routinemäßigen Mammografie frühzeitig Brustkrebs entdeckt worden war – Symptome hatte sie zuvor keine bemerkt. Im April folgte dann ein positives Update: Nach zwei Operationen hätten die Ärzte den Tumor und umliegendes Gewebe im Wesentlichen vollständig entfernen können.










