Ricky Gervais macht Witze über politische Award-Show-Reden
Ricky Gervais (64) meldet sich nach der Grammy-Nacht zu Wort – und knüpft genau da an, wo er bereits 2020 bei den Golden Globes für Aufsehen sorgte. Der Comedian teilte auf X einen Ausschnitt seiner damaligen Moderation, in der er Preisträger aufforderte, Politik aus Dankesreden herauszuhalten. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Bei den Grammys dominierten politische Botschaften die Bühne. Mehrere Stars kritisierten das US-Einwanderungsamt ICE. "Falls ihr heute Abend einen Preis gewinnt, nutzt ihn nicht als Plattform für politische Reden", lautet einer der Sätze aus seiner alten Rede, die er nun erneut verbreitete. Dazu schrieb Ricky jetzt trocken: "Sie hören immer noch nicht zu", gefolgt von einem weinenden Emoji.
Auslöser waren Reden wie die von Bad Bunny (31), der bei seiner Danksagung zunächst "ICE out" forderte und das Publikum an Liebe statt Hass erinnerte: "Wir sind Menschen und wir sind Amerikaner", sagte er. Auch Billie Eilish (24) setzte ein klares Zeichen, als sie nach ihrem Award-Gewinn sagte: "Niemand ist illegal auf gestohlenem Land" und die Zuschauer aufforderte, weiter "zu kämpfen und die Stimme zu erheben". Nicht nur auf der Bühne, auch auf dem roten Teppich gab es Signale: Justin (31) und Hailey Bieber (29), Finneas und Kehlani trugen schwarz-weiße Anstecker mit der Aufschrift "ICE out".
Ricky ist bekannt für sein loses Mundwerk und die Tendenz, seine Meinung öffentlich und oft provokativ zu teilen. Im Jahr 2020 hatte er bei den Golden Globes die Hollywoodstars direkt angesprochen: "Die meisten von euch haben weniger Zeit in der Schule verbracht als Greta Thunberg. Ihr wisst nichts über die echte Welt." Mit solchen Kommentaren zieht er immer wieder eine klare Linie zwischen Unterhaltung und politischem Aktivismus, was ihm sowohl Lob als auch Kritik einbringt. In Interviews betont er immer wieder, dass ihn vor allem Authentizität reizt und er etwa in seinen Stand-up-Programmen lieber alte Witze variiert, als neue Rollen zu spielen. Genau diese Vorliebe für das Spiel mit Wiederholungen zeigt sich nun auch in seinem erneuten Seitenhieb auf Award-Show-Reden.






