Hirntumor verändert Kate Walshs Sicht aufs Leben für immer
Kate Walsh (58) spricht so offen wie selten über die Folgen ihrer gesundheitlichen Krisen. Bei der Centrum Inside and Outside Makeover Salon Experience in New York City erklärte die Schauspielerin vergangenen Donnerstag im Gespräch mit Us Weekly, dass vor allem die Diagnose eines Hirntumors ihre komplette Einstellung zum Leben verändert habe. Die Erfahrung sei für sie einschneidend gewesen – gleichzeitig aber auch der Startschuss für ein neues Kapitel. "Es war verrückt. Aber es war auch ein großes Geschenk und ein großer Neustart", schilderte sie. Tatsächlich hat die Grey's Anatomy-Bekanntheit nach den überstandenen Gesundheitsproblemen einiges umgekrempelt. Während sich früher praktisch alles um den Job drehte, achtet sie heute deutlich stärker auf die Balance zwischen Beruf und Privatleben. Familie, Freunde und ihre Beziehung zu Andrew Nixon nehmen inzwischen einen viel größeren Raum in ihrem Alltag ein.
Wie sehr die Arbeit ihr Leben früher bestimmt hat, machte Kate mit einem Satz deutlich, der lange ihr Motto war: "Wenn du Zeit mit mir verbringen willst, musst du mit mir arbeiten." Gegenüber Us Weekly räumte sie ein, dass sich schon vor ihren gesundheitlichen Problemen abgezeichnet habe, dass diese Phase zu Ende gehe – sie habe sich schlicht mehr Zeit mit Familie und Freunden gewünscht. Heute stehen Reisen, soziales Engagement und ihr Partner ganz oben auf der Liste. "Ich kann Dinge tun und mit meiner Liebe zusammen sein. Ich habe Liebe in meinem Leben", schwärmte sie von ihrem privaten Glück. Beruflich kürzertreten will die Darstellerin trotzdem nicht: Sie stellte weitere Projekte in den Bereichen Film und Theater in Aussicht. Daneben setzt sie sich unter anderem für Oceana und Planned Parenthood ein.
Auch das Älterwerden sieht Kate nach ihren Erfahrungen mit anderen Augen. Dem Druck in Hollywood, äußerlich immer gleich auszusehen, erteilte sie eine klare Absage – stattdessen setzt sie auf Akzeptanz, Achtsamkeit und einen ausgewogenen Alltag. "Radikale Akzeptanz ist ein wichtiger Punkt. Loslassen. Ich glaube, manche Menschen verwechseln das mit einer Niederlage oder dem Aufgeben, aber das ist es nicht", erklärte sie im Interview. "Veränderungen passieren, und das wissen wir intellektuell. Veränderung ist die einzige Konstante, aber sie zu leben, ist eine Herausforderung – und man muss sie Tag für Tag angehen." Das Altern selbst betrachtet sie inzwischen als Geschenk: "Man bleibt nicht für immer 13. Man bleibt nicht 20 oder 30 oder 40. Und es ist ein Geschenk. Wir haben das Privileg, älter zu werden." Bekannt wurde sie als Dr. Addison Montgomery in "Grey's Anatomy" und dem Ableger Private Practice. Später stand sie unter anderem für Tote Mädchen lügen nicht, The Umbrella Academy und Emily in Paris vor der Kamera.









