Alain Delon bat Sohn um tote, gefrorene Tiere in seinem Sarg
Zwei Jahre nach dem Tod von Alain Delon (†88) gibt sein jüngster Sohn Alain-Fabien Delon einen Einblick in die letzten Wünsche der französischen Filmikone – und die klingen ungewöhnlich. In einem Interview berichtet er, was er dem Schauspieler nach dessen Tod am 18. August 2024 in der Kapelle auf dem Anwesen in Douchy mit in den Sarg legte: den gefrorenen Kater Poupouss, einen ebenfalls eingefrorenen Spatz, die präparierte Pfote des geliebten Mastino Napoletano Manu und eine Schreckschusspistole, mit der der Filmstar geschlafen hatte. Sein Vater habe ihm zu Lebzeiten immer wieder ganz genau aufgetragen, welche Gegenstände und tierischen Überreste ihn auf seiner letzten Reise begleiten sollten. Alain-Fabien nahm diese Aufgabe offenbar sehr ernst: Nach eigenen Angaben blieb er in der Nähe des Sarges, weil er befürchtete, dieser könnte geschlossen werden, bevor er alles darin verstaut hatte.
Vor der Kapelle von Douchy, die er häufig zum Beten aufsucht, schilderte Alain-Fabien die Szene im Detail. "Ich habe in seinen Sarg, unter seinen Arm geklemmt, seinen gefrorenen Kater Poupouss gelegt, außerdem einen ebenfalls gefrorenen Spatz, den er mochte, die präparierte Pfote von Manu – einem Mastino Napoletano, den er liebte – und eine Schreckschusspistole, mit der er schlief", erzählte er. Die enge Bindung zu Poupouss entstand, nachdem der dreibeinige Kater von einem Auto angefahren worden war und eingeschläfert werden sollte, berichtet Paris Match. Der Schauspieler ließ das Tier daraufhin per Hubschrauber zu seinem Tierarzt nach Paris bringen, wo das schwer verletzte Bein amputiert wurde. Als Poupouss 2016 starb, sei Alain Delon dem Bericht zufolge untröstlich gewesen und habe den Körper im Gefrierschrank aufbewahrt. Auch andere tote Kleintiere soll er eingesammelt und dort verwahrt haben.
Dass Tiere für den Schauspieler eine besondere Rolle spielten, war kein Geheimnis. Gemeinsam mit seiner langjährigen Weggefährtin Brigitte Bardot (†91) setzte er sich für den Tierschutz ein. Auf seinem Anwesen in Douchy entwickelte er zudem eine Zuneigung zu Vögeln: Einen kleinen Spatz namens Pewee nahm er mit gebrochenem Bein auf. Der Vogel kehrte später zu ihm zurück und fraß von seiner Schulter. Nach dem Tod des Filmstars im Alter von 88 Jahren rückte allerdings auch ein Streit innerhalb der Familie in den Fokus. Alain-Fabien reichte eine Zivilklage gegen seine Geschwister Anthony und Anouchka sowie die Testamentsvollstrecker ein und forderte die Aufhebung eines 2022 geänderten Testaments. Er stellte infrage, ob sein Vater zu diesem Zeitpunkt noch über das erforderliche Urteilsvermögen verfügte. Das Vermögen des Schauspielers wurde auf rund 50 Millionen Euro geschätzt.









