Nach Zusammenbrüchen spricht Bayern über Musialas Therapie
Beim FC Bayern gibt es neue Einzelheiten zum Gesundheitszustand von Jamal Musiala (23). Der Offensivspieler war in den Testspielen gegen RB Leipzig und den 1. FC Heidenheim jeweils plötzlich auf dem Rasen zusammengesackt. Wie der Klub nun mitteilte, war im Zuge der Behandlung seiner neurologisch bedingten Absencen die Medikation umgestellt worden. Trainer Vincent Kompany zufolge löste diese Umstellung Nebenwirkungen aus. Sportvorstand Max Eberl (52) erklärte, dass die Krampfanfälle dadurch innerhalb kurzer Zeit deutlich sichtbarer geworden seien. Aktuell absolviert der Nationalspieler nur individuelles Training. Beim Franz-Beckenbauer-Supercup gegen Borussia Dortmund am Samstag, dem 22. August, wird er nicht im Kader stehen. Der Verein will ihm zunächst Zeit geben, sich ohne jeden Druck an die neue Behandlung zu gewöhnen. Erst danach soll wieder über einen Einsatz nachgedacht werden.
Vincent ordnete die Anpassung der Medikamente als völlig gewöhnlichen Schritt ein. "Es ist völlig normal, dass man in einer Behandlung etwas probiert", sagte der Trainer laut 20 Minuten. Mit Blick auf die weitere Genesung gab sich der Coach zuversichtlich: "Wir sind sehr optimistisch, was Jamal angeht." Sobald sich der Körper an die Therapie gewöhnt habe, solle der Mittelfeldspieler wieder zum Einsatz kommen. Neu ist die gesundheitliche Situation für den Rekordmeister nicht: Nach eigenen Angaben weiß der Verein bereits seit der vergangenen Saison Bescheid und hat sich schon seit Längerem von Fachleuten beraten lassen. Entsprechend gelassen gehe man intern mit dem Thema um, betonte der Trainer: "Wir gehen nicht in einer Unruhe damit um."
Für Aufsehen hatten die beiden Vorfälle innerhalb weniger Tage gesorgt. Zunächst war Jamal im Test gegen RB Leipzig auf dem Platz zusammengesackt, wenig später wiederholte sich die Szene gegen den 1. FC Heidenheim. Dort war er erst kurz zuvor eingewechselt worden. Mitspieler und medizinische Betreuer eilten sofort zu ihm, anschließend konnte er den Rasen mit Unterstützung selbstständig verlassen. Im Anschluss meldete sich der Fußballer selbst zu Wort und erklärte, dass es sich um Absencen aufgrund einer neurologischen Dysfunktion handele – eine Erkrankung, die schon länger besteht. Der Sportvorstand erinnerte daran, dass der erste Schreckmoment für die Verantwortlichen bereits eine Weile zurückliege. Der Trainer bestätigte ebenfalls, dass der Klub seit der vergangenen Spielzeit über die Diagnose informiert sei.









