Falschmeldung über Jamal Musiala löst eine Verhaftung aus
Eine frei erfundene Transfermeldung hat in der Türkei ungeahnte Folgen gehabt. Ein türkischer Sportjournalist hatte behauptet, Jamal Musiala (23) werde vom FC Bayern München zu Galatasaray Istanbul wechseln. Ein Deal, den es in Wahrheit nie gegeben hat. Nachdem der Reporter die Falschmeldung in Umlauf gebracht hatte, schritten die Behörden ein: Der Journalist wurde in der Türkei festgenommen. Das berichtet das Schweizer News-Portal 20 Minuten. Das Gerücht um den deutschen Nationalspieler und den Istanbuler Traditionsklub sorgte damit nicht nur für Verwirrung auf dem ohnehin hitzigen Transfermarkt, sondern hatte für den Verfasser auch ganz konkrete juristische Konsequenzen. Dass eine erfundene Wechselgeschichte in einer Verhaftung endet, dürfte selbst für die aufgeheizte Stimmung rund um türkische Spitzenklubs ein ungewöhnlicher Vorgang sein.
Klar ist: Ein Wechsel des Offensivspielers an den Bosporus stand nie zur Debatte. Zwischen Musiala und Galatasaray gab es den gemeldeten Transfer schlicht nicht. Die Festnahme des Reporters stand 20 Minuten zufolge unmittelbar mit seiner falschen Berichterstattung in Zusammenhang. Weitere Details zu dem Fall sind bislang allerdings nicht bekannt. Weder der Name des Journalisten noch der genaue Zeitpunkt der Festnahme wurden öffentlich gemacht. Auch der konkrete Grund, auf den sich die Behörden bei ihrem Vorgehen stützen, ist bislang nicht mitgeteilt worden. Ob dem Sportreporter noch weitere rechtliche Schritte drohen oder wie es für ihn beruflich weitergeht, ist derzeit ebenfalls offen. Eine Stellungnahme des Betroffenen zu den Vorwürfen gibt es bisher nicht.
Jamal Musiala kam am 26. Februar 2003 zur Welt und ist inzwischen 23 Jahre alt. Als einer der bekanntesten Spieler des FC Bayern steht der Mittelfeldmann seit Jahren im Fokus der Öffentlichkeit – zuletzt etwa, als er nach einem Unfall mit seinem Sportwagen seinen Führerschein verlor. Entsprechend schnell verbreiten sich auch Meldungen über seine sportliche Zukunft. Genau das machte die erfundene Geschichte des türkischen Reporters so wirkungsvoll. In dem aktuellen Fall war der Nationalspieler allerdings ausschließlich Gegenstand des Gerüchts. Ein eigenes Zutun des Fußballers ist 20 Minuten zufolge nicht beschrieben, er selbst hat sich zu der Angelegenheit auch nicht geäußert. Auch vonseiten des FC Bayern und von Galatasaray gibt es bislang keine öffentlichen Reaktionen auf die Meldung und die daraus entstandenen Folgen.










