Novak Djokovic denkt mit 39 noch lange nicht ans Aufhören
Novak Djokovic (39) hat offenbar nicht vor, seine Schläger so bald in die Ecke zu stellen. Mit 39 Jahren spricht der serbische Tennisstar in seiner neuen Dokumentation "Novak Djokovic: The Wolf in Winter" auf Prime Video darüber, wie lange er noch auf dem Platz stehen könnte – und nennt dabei einen erstaunlichen Zeitraum. Einen festen Termin für den Rücktritt gibt es für den aktuellen Weltranglistenfünften nämlich nicht. "Es könnte noch ein Jahr sein, es könnten noch 15 Jahre sein, ich weiß es nicht", erklärt er in dem Film. Entscheidend seien für ihn ganz andere Faktoren als das Alter: "Solange ich den Antrieb und die Leidenschaft habe, aber vor allem, solange ich das Gefühl habe, dass ich Turniere gewinnen und einer der besten Spieler der Welt sein kann, möchte ich weitermachen."
Die ständigen Fragen nach dem Karriereende kann der Sportler nach eigener Aussage nicht nachvollziehen – schließlich fühle er sich noch jung und habe kein Ablaufdatum im Kopf. "Warum wollt ihr mich in den Ruhestand schicken, wenn ich noch spiele und auf höchstem Niveau antrete? Ich bin noch unter den besten fünf, den besten zehn der Welt", sagt Novak in der Dokumentation. Und weiter: "Warum sollte ich über den Rücktritt sprechen, wenn ich mir weiterhin beweise, dass ich noch gewinnen kann?" Seinen größten Zweifler sieht der Olympiasieger ohnehin in sich selbst – ihm wolle er in erster Linie das Gegenteil beweisen. Die Zahlen sprechen für ihn: Mit 24 Grand-Slam-Titeln hält er den Rekord bei den Herren. Auch bei den Masters-1000-Trophäen und den meisten Wochen an der Spitze der Weltrangliste führt er die Bestenlisten an.
Wann tatsächlich Schluss sein wird, weiß auch seine Ehefrau Jelena Djokovic (40) nicht. Die beiden sind seit zwölf Jahren verheiratet und haben zwei gemeinsame Kinder. Sie bezeichnet den Rücktritt als möglicherweise größte Entscheidung im Leben ihres Mannes. Nach ihrer Einschätzung schwankt der Tennisprofi zwischen zwei Gefühlen: Zum einen freue er sich auf all die Möglichkeiten abseits des Sports, zum anderen sei er überzeugt, seine erfolgreiche Laufbahn noch verlängern zu können. Schwer fällt ihm laut Jelena vor allem die lange Trennung von der Familie während der Turniere – dabei stelle sich für ihn auch die Frage, ob ein Weitermachen wirklich das Beste für seine Liebsten sei. Sein früherer Coach Andre Agassi (56) hofft indes, dass der Serbe nicht zu lange wartet. Nicht, weil er an dessen Siegchancen zweifelt – sondern damit er nach der Karriere ohne den Druck des Profisports für seine Kinder da sein kann.











