Dieser Dreh wurde für Robert De Niro zum absoluten Albtraum
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Dieser Dreh wurde für Robert De Niro zum absoluten Albtraum

- Lisa Mayr
Lesezeit: 3 min
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Robert De Niro (83) gehört seit rund sechs Jahrzehnten zu den größten Namen Hollywoods – doch auch in seiner Karriere gab es einen Tiefpunkt, an den er sich nur ungern erinnert. Im Gespräch mit Quentin Tarantino (63) beim Tribeca Film Festival kam der Schauspieler laut dem britischen Nachrichtenportal Express auf das Jahr 1976 zurück. Kurz nach seinem Durchbruch mit "Taxi Driver" hatte er die Hauptrolle in der geplanten Komödie "Bogart Slept Here" übernommen, die Mike Nichols (†83) inszenieren sollte. Doch nach nur etwa zwei Wochen zog der Regisseur die Reißleine, beendete die Zusammenarbeit und stellte das Projekt komplett ein. Der Grund: Roberts intensive, vom Method Acting geprägte Spielweise passte nicht zu dem leichtfüßigen Drehbuch von Neil Simon, bei dem vor allem Charme und ein präzises komödiantisches Timing gefragt waren.

Inhaltlich sollte "Bogart Slept Here" von einem jungen Schauspieler erzählen, der nach einem Oscargewinn mit seinem plötzlichen Ruhm klarkommen muss – angelegt als Satire auf den Starkult in Hollywood. Rückblickend gab Robert zu, dass ihm dieses Genre einfach fremd war. "Das Timing musste auf eine bestimmte Weise funktionieren, und ich konnte mich nicht dafür begeistern", erklärte er beim Tribeca Film Festival. Auch die Stimmung am Set beschrieb der Schauspieler als belastend: "Ich drehte ungefähr zwei Wochen lang. Es war das Schlimmste. Man kann sie nicht zufriedenstellen, und sie sind nicht zufrieden, und das spürt man irgendwie. Das war einer dieser Fälle." Nach seinem Ausstieg stieg Richard Dreyfuss (78) ein, der dafür 1977 den Oscar als "Bester Hauptdarsteller" erhielt. Neil überarbeitete das Konzept jedoch zu "The Goodbye Girl". Die ursprüngliche Fassung von "Bogart Slept Here" wurde nie fertiggestellt.

Dass es für ihn nicht gut ausgehen würde, habe Robert schon geahnt, bevor die Entscheidung fiel. Er wollte sogar auf seine Gage verzichten, um eine zusätzliche Probenwoche zu finanzieren und das Projekt zu retten. "Ich saß in meinem Wohnwagen, und man spürt dieses Gefühl der Angst. Ich wollte anbieten, auf meine Gage zu verzichten, damit wir noch eine weitere Woche proben können", schilderte er den Moment. Doch Mike habe ihm eröffnet: "Ich glaube, wir müssen es beenden." Der Regisseur habe sich dabei schrecklich gefühlt und sei wirklich aufgewühlt gewesen. Ein Karriereknick wurde der Rückschlag für den Schauspieler, der 1980 für eine seiner härtesten Rollen 30 Kilogramm zunahm, dennoch nicht. Bereits vor diesem Dreh hatte er für "Der Pate – Teil II" seinen ersten Oscar gewonnen. 1981 folgte die zweite Trophäe, diesmal als "Bester Hauptdarsteller" für "Wie ein wilder Stier".

Robert De Niro bei der Premiere von "Zero Day" in New York
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Robert De Niro bei der Premiere von "Zero Day" in New York
Mike Nichols im Jahr 2008 in New York
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Mike Nichols im Jahr 2008 in New York
Richard Dreyfuss beim TCM Classic Film Festival 2023
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Richard Dreyfuss beim TCM Classic Film Festival 2023
Hat Mike richtig gehandelt, als er Robert nach zwei Wochen aus dem Projekt nahm?