Max Eberl über Musialas Erkrankung: "Das wünscht man keinem"
Kurz vor dem Franz-Beckenbauer-Supercup zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund hat Sportvorstand Max Eberl (52) über die neurologische Erkrankung von Jamal Musiala (23) gesprochen. Der 23-Jährige fehlte bei der Partie am Samstag in Dortmund, nachdem er binnen weniger Tage zweimal auf dem Rasen zusammengebrochen war. Im Gespräch mit Sky machte Max deutlich, wie schwer die Situation für den Fußballer ist. "Das wünscht man keinem Menschen. Da geht es um die Gesundheit, um das ganze Leben, das er noch vor sich hat", erklärte der Bayern-Funktionär. Im Mittelpunkt der weiteren Behandlung steht nun erneut Jamals Medikation. Nachdem die Dosis zuvor etwas verringert worden war, soll sie wieder angehoben werden. Der Verein und die behandelnden Ärzte wollen damit eine Phase erreichen, in der möglichst wenige Anfälle auftreten. Sportliche Fragen rücken für den Klub dabei in den Hintergrund. Entscheidend sei, die Therapie so anzupassen, dass Jamals Gesundheit geschützt wird und sich sein Zustand wieder stabilisiert.
Wie genau die Therapie verändert wird, führte Eberl im Gespräch mit Sky aus. "Wir hatten eine sehr gute, lange Zeit. Jetzt hat sich etwas geändert in seiner Medikation. Jeder Mensch möchte keine Medikamente nehmen, er auch weniger. Er hat ein bisschen reduziert, jetzt müssen wir wieder ein bisschen hochfahren, damit wir wieder in die anfallsarme Zeit kommen", sagte der Sportvorstand. Der FC Bayern begleitet den Offensivspieler demnach bereits seit Monaten im Umgang mit der Erkrankung. Wann die Beschwerden erstmals auftraten, wollte Eberl allerdings nicht verraten – dazu gab es nur ein knappes "Es ist schon einige Zeit her". Klar ist immerhin eines: Zurück auf den Platz geht es ausschließlich mit ärztlichem Segen. Musiala habe bisher immer nur dann spielen dürfen, wenn die Mediziner grünes Licht gegeben hätten, betonte Eberl. Dass es dieses Comeback geben wird, daran zweifelt er nicht: "Der Platz war sein Heiligtum. Und den werden wir wieder erreichen, da bin ich mir sehr sicher."
Zuvor war der Mittelfeldspieler in den Testspielen gegen RB Leipzig und den 1. FC Heidenheim innerhalb von drei Tagen jeweils auf dem Rasen zusammengesackt. Anschließend erklärte er öffentlich, dass er unter kurzzeitigen und gut behandelbaren Absencen infolge einer neurologischen Dysfunktion leide. Nach der Umstellung der Medikation waren die Anfälle in kurzer Zeit deutlicher sichtbar geworden, Trainer Vincent Kompany hatte in diesem Zusammenhang auch von Nebenwirkungen gesprochen. Musiala trainierte deshalb zunächst individuell und sollte sich ohne Druck an die angepasste Behandlung gewöhnen. Wie viel ihm der Sport bedeutet, betonte Eberl gegenüber Sky: "Er wollte immer auf den Platz. Das ist seine Freude, seine Medizin. Er will Fußball spielen mit den Jungs zusammen." Auch Vincent fand lobende Worte: "Ich bin beeindruckt von Jamal und wie der Junge mit diesen Rückschlägen umgeht. Es ist schade, dass er heute nicht dabei sein kann. Aber ich habe Geduld und sehr viel Vertrauen. Ich wünsche mir, dass er wieder Spaß hat auf dem Platz."









