Trent Alexander-Arnold spricht über sein schwieriges Jahr

Trent Alexander-Arnold spricht über sein schwieriges Jahr

- Viviane Schmidt
Lesezeit: 3 min
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Trent Alexander-Arnold (27) hat ein Jahr hinter sich, das ihn sportlich wie privat an seine Grenzen gebracht hat. Im Gespräch mit dem britischen Mirror blickt der Fußballer nun erstmals ausführlich auf diese Zeit zurück. Zwei Themen prägen seine Erinnerungen besonders: der Tod seines früheren Liverpool-Teamkollegen Diogo Jota (†28), der im Alter von 28 Jahren starb, und die harschen Reaktionen vieler Reds-Anhänger auf seinen Wechsel zu Real Madrid. Als er im November mit seinem neuen Klub für ein Champions-League-Spiel nach Anfield zurückkehrte, empfingen ihn Teile des Publikums mit lauten Buhrufen. Sportlich lief es an jenem Abend ebenfalls nicht nach Wunsch: Real verlor die Partie mit 0:1. Der Engländer betont, dass er die Enttäuschung der Fans nachvollziehen könne. Gleichzeitig macht er deutlich, dass ihn der Empfang nach rund 20 Jahren im Verein getroffen habe.

Der Verteidiger hatte seine gesamte bisherige Laufbahn als Junior und Profi bei Liverpool verbracht. Im Sommer 2025 verließ er den Klub nach dem Auslaufen seines Vertrags ablösefrei in Richtung Spanien – sein Marktwert wurde damals von Transfermarkt.de auf mehr als 75 Millionen Euro geschätzt. "Die Buhrufe und die Enttäuschung der Liverpool-Fans kann ich absolut verkraften. Ich kann das auf meine eigene Art und Weise nachvollziehen", erklärte er dem Mirror. "Ich habe in dieser Zeit oft gehört, dass sich die Liverpool-Fans nicht vorschreiben lassen wollen, wie sie sich fühlen oder denken sollen, und da stimme ich zu." Schmerzfrei ist die Ablehnung für ihn trotzdem nicht: "Es tut weh, weil ich im Laufe von 20 Jahren so viel in den Klub investiert und in dieser Zeit so viele Opfer für den Klub gebracht habe. Natürlich tut es weh, aber ich verstehe die Enttäuschung. Ich verstehe sogar die Wut, die durch das Ausbuhen zum Ausdruck kommt." Er hoffe, dass die Anhänger seine Entscheidung eines Tages nachvollziehen können.

Zu dem belastenden Jahr gehört für Trent zudem ein sportlicher Rückschlag: Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel (52) nominierte ihn nicht für die WM in den USA. Von dieser Entscheidung sei er enttäuscht, er wolle sich jedoch zurück in den Kader kämpfen. Besonders persönlich wird der Real-Star aber, wenn er über Diogo spricht. Während ihrer gemeinsamen Zeit bei Liverpool habe er viel Zeit mit dem Portugiesen verbracht und täglich mit ihm gesprochen. "Er war einfach ein richtig toller Typ. Er war zum Beispiel sehr ehrlich. Das ist eine der besten Eigenschaften, die man haben kann", erinnerte sich Trent im Mirror-Interview an seinen verstorbenen Weggefährten. "Er war fleißig. Er liebte seine Arbeit und war ein absoluter Familienmensch." Die Erinnerungen an den ehemaligen Mitspieler und die Buhrufe der Liverpool-Fans bilden damit den emotionalen Schwerpunkt seines Rückblicks.

Trent Alexander-Arnold, Fußballspieler, im Juni 2024
Getty Images
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Thomas Tuchel gibt Jude Bellingham Anweisungen im WM-Halbfinale 2026 zwischen England und Argentinien in Atlanta
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Diogo Jota, seine Frau Rute Cardoso und ihre Kinder
Instagram / rutecfcardoso14
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