Darum bleiben die Jäger bei "Gefragt – Gejagt" auf Abstand

Darum bleiben die Jäger bei "Gefragt – Gejagt" auf Abstand

- Viviane Schmidt
Lesezeit: 2 min
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Wer regelmäßig Gefragt – Gejagt schaut, kennt das Gefühl: Da sitzt der Jäger auf seinem Thron und spricht die Kandidaten scheinbar ganz locker mit dem Vornamen an. Doch mit diesem Eindruck räumt Sebastian Jacoby jetzt gründlich auf. In der Berliner Live-Talkshow "Missverstehen Sie mich richtig!" stellte der Quizprofi klar, dass in der ARD-Show keineswegs munter geduzt wird. Der Grund für das Missverständnis sei ganz simpel: Während der Aufzeichnung sind den Jägern lediglich die Vornamen der Teilnehmer bekannt – und schon entsteht der Anschein einer besonders vertrauten Anrede. Eine Ausnahme gebe es allerdings sehr wohl, nämlich dann, wenn man sich ohnehin schon über den Weg gelaufen ist. "Nein, wir duzen die Kandidaten nicht! Außer wir kennen sie privat, zum Beispiel aus dem Quizverein", erklärte Sebastian in der Talkshow.

Wer hinter der unterschiedlichen Anrede eine Portion Hochnäsigkeit vermutet, liegt also daneben. "Wir duzen sie nicht, wir kennen ihre Nachnamen einfach nicht", betonte der Jäger bei "Missverstehen Sie mich richtig!". Dass die Quizprofis selbst nicht einfach nur mit Vornamen antreten, hat dagegen einen ganz bewussten Hintergrund: Ihr förmlicheres Auftreten gehört zum Konzept der Sendung. Und auch die Bühnenarchitektur spielt dabei eine Rolle – schließlich thront der Jäger nicht ohne Grund erhöht über dem Geschehen. "Es gehört zur Sendung, dass der Jäger als Quizprofi da oben sitzt", führte Sebastian aus und ergänzte: "Die Sitzposition bringt die Rolle mit sich." Der Gegenspieler im Anzug soll eben eine gewisse Autorität ausstrahlen – und das funktioniert nun mal besser von oben herab als auf Augenhöhe.

Abseits des Studios erleben Fans den Quizprofi deutlich weniger förmlich. Weil Sebastian privat nicht in seinem charakteristischen TV-Look unterwegs ist, wird er bei Begegnungen mitunter erstaunt gefragt: "Wo ist denn Ihr Anzug?", wie er in der Talkshow erzählte. Wie respekteinflößend die Jäger in der Sendung wirken, zeigte sich zuletzt bei einer besonders nervenaufreibenden Ausgabe von "Gefragt – Gejagt". Kandidatin Corinna Ulbrich und ihre Mitstreiter spielten um 46.500 Euro und bekamen es dabei mit Sebastian Klussmann zu tun. Für zusätzliche Spannung sorgte eine tückische Sportfrage, die Moderator Alexander Bommes (50) stellte. Solche Momente machen deutlich, warum die Quizprofis in der Show als scheinbar unüberwindbare Gegner wahrgenommen werden.

Quiz-Experte Sebastian Jacoby im Oktober 2016 im "Gefragt – Gejagt"-Studio in Hamburg
Imago
Quiz-Experte Sebastian Jacoby im Oktober 2016 im "Gefragt – Gejagt"-Studio in Hamburg
Fototermin zur Quiz-Show "Gefragt – Gejagt" in Hamburg am 24.04.2014
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Fototermin zur Quiz-Show "Gefragt – Gejagt" in Hamburg am 24.04.2014
Alexander Bommes bei "Gefragt – Gejagt"
ARD/Uwe Ernst
Alexander Bommes bei "Gefragt – Gejagt"
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