Andrew Mountbatten-Windsor: Anklägerin könnte jetzt aussagen
In den Ermittlungen gegen Andrew Mountbatten-Windsor (66) könnte es zu einer entscheidenden Wende kommen. Eine Frau, deren Name bislang nicht öffentlich bekannt ist, wirft dem früheren Prinzen vor, sie sei im Jahr 2010 von dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) nach Großbritannien gebracht worden. Anschließend soll sie eine Nacht mit Andrew in der Royal Lodge in Windsor verbracht haben. Lange Zeit wollte sie sich nicht an die Behörden wenden – doch das scheint sich nun zu ändern. Ihr Anwalt Brad Edwards erklärte, die Haltung seiner Mandantin habe sich von einem "klaren Nein" zu einem "Vielleicht" gewandelt. Für die Ermittler bietet sich damit zum ersten Mal die Chance, eine persönliche Aussage zu den mutmaßlichen Geschehnissen zu bekommen. Die betroffene Frau war damals, als sich der angebliche Vorfall ereignete, in ihren Zwanzigern. Neben Virginia Giuffre (†41) ist sie damit erst die zweite Person, die mit solchen Anschuldigungen gegen Andrew an die Öffentlichkeit geht. Der Royal bestreitet jedes Fehlverhalten konsequent und nachdrücklich.
Wie ihr Rechtsbeistand erklärte, steckt hinter ihrer Unschlüssigkeit in erster Linie die Angst um das Wohl ihrer Familie. "Ihre größte Sorge ist, ihr Kind zu schützen, und sie möchte nicht, dass ihr Kind belästigt wird. Wenn diese Probleme geklärt werden können, könnte es passieren. Sie denkt darüber nach", erklärte Brad. Und weiter: "Ich denke, sie sollte aussagen, weil das, was passiert ist, falsch war. Aber ich werde sie nicht drängen. Es muss ihre Entscheidung sein." Bereits seit Mai nimmt die Thames Valley Police mutmaßliche Sexualdelikte in diesem Zusammenhang genau unter die Lupe und tauscht sich dafür eng mit dem Anwalt der Frau aus. Sollte sie sich zu einer offiziellen Aussage entschließen, werde ihr Bericht nach Angaben der Polizei ernst genommen und behutsam sowie sensibel behandelt – unter Wahrung ihrer Privatsphäre und Anonymität. Jeder weitere Kontakt solle ausschließlich nach ihren Wünschen erfolgen, sobald sie sich dazu bereit und in der Lage fühle. Eine Aussage könnte den Beamten konkrete Angaben zu dem mutmaßlichen Treffen in Windsor liefern.
Auch Virginia Giuffre hatte Andrew vorgeworfen, Sex mit ihr gehabt zu haben, als sie 17 Jahre alt war. Brad Edwards vertrat sie damals in einem Zivilverfahren, das der Royal Berichten zufolge mit einer Zahlung von rund zwölf Millionen Pfund (umgerechnet 14.016.562 Euro) außergerichtlich beilegte – ohne dabei eine Haftung anzuerkennen. Im April 2025 verstarb Virginia im Alter von 41 Jahren durch Suizid. Für die fortlaufenden Ermittlungen planten die zuständigen Beamten unlängst eine Dienstreise in die Vereinigten Staaten, um dort Befragungen mit Virginias Bruder Sky Roberts und dessen Frau Amanda durchzuführen. Amanda bezeichnete die Aussicht auf Ermittlungen wegen möglicher Sexualdelikte gegenüber Sky News als "riesig" und zeigte sich von der Entwicklung ermutigt. Andrew war bereits im Februar 2026 an seinem 66. Geburtstag festgenommen und anschließend unter Fortführung der Ermittlungen wieder freigelassen worden. Hintergrund waren Unterlagen aus den Epstein-Akten, die darauf hindeuten sollen, dass er Jeffrey während seiner Tätigkeit als Handelsgesandter sensible Informationen weitergegeben habe. Auch diese Anschuldigung streitet er vehement ab.














