Bill Gates nennt die Zeit mit Jeffrey Epstein großen Fehler

Bill Gates nennt die Zeit mit Jeffrey Epstein großen Fehler

- Melina Becker
Lesezeit: 3 min
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Mit deutlichen Worten blickt Bill Gates (70) auf seine früheren Begegnungen mit Jeffrey Epstein (†66) zurück. In einem aktuellen Interview mit CNN bezeichnete der Microsoft-Mitgründer den Kontakt zu dem verurteilten Sexualstraftäter als schweren Fehltritt. Gegenüber dem Moderator Anderson Cooper (59) gestand er, er habe damals geglaubt, Epstein könne ihm bei seinen Projekten im Bereich der weltweiten Gesundheit helfen. "Ich hatte die irrige Vorstellung, dass er dabei helfen könnte, philanthropische Gelder für die globale Gesundheit einzuwerben", sagte der Unternehmer. Genau diese Hoffnung habe ihn dazu gebracht, sich auf die Bekanntschaft einzulassen – obwohl Epsteins juristische Vergangenheit längst öffentlich bekannt war. Heute sieht Bill das anders: "Es war ein gigantischer Fehler, über den ich in meiner Aussage spreche. Es tut mir sehr leid, dass ich ihm überhaupt Glaubwürdigkeit verliehen habe."

Kennengelernt hatten sich Bill und der Unternehmer im Jahr 2011. Bis zum Kontaktabbruch im Jahr 2014 soll es rund 30 Treffen mit Epstein selbst oder mit Mitarbeitern seiner Stiftung gegeben haben. Gegenüber CNN stellte er klar, dass es keine gesellschaftliche Beziehung zwischen ihm und Epstein gegeben habe und er über ihn auch keine Frauen kennengelernt habe. Vorwürfe von Opfern des Verstorbenen gegen Bill Gates gibt es nicht. Von der Verurteilung aus dem Jahr 2008 habe er gewusst, jedoch habe er das Ausmaß der Straftaten nicht vollständig erfasst und die Bekanntschaft nicht sorgfältig genug geprüft. Auf Andersons Frage nach angeblichen Erpressungsplänen antwortete er: "Ich wusste nicht, dass er erwog, mich zu erpressen. Er hat mich nie erpresst, aber es zeigt einfach, wie töricht ich war, Zeit mit ihm zu verbringen." Epstein soll nach Informationen über außereheliche Beziehungen gesucht haben, um den Kontakt aufrechtzuerhalten. Eine in Unterlagen erhobene Behauptung, Bill habe sich bei einer nicht identifizierten Russin mit einer sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt, nannte Bill "absurd" und "völlig falsch".

Die Verbindungen zu Epstein hinterließen auch im privaten Leben von Bill deutliche Spuren: Sie sollen zum Scheitern der Ehe mit Melinda French Gates (62) beigetragen haben. Das Paar hatte 1994 geheiratet, bekam drei Kinder und ließ sich im August 2021 scheiden. Melinda sprach später sehr emotional über den Kontakt ihres Ex-Mannes zu dem 2019 gestorbenen Unternehmer. In einem Interview mit The Guardian rang sie sichtbar um Fassung und machte deutlich, dass sie schon früh ein starkes Unbehagen gegenüber Epstein empfunden habe. Der Microsoft-Mitgründer selbst äußerte sich im vergangenen Jahr gegenüber The Times zum Ende seiner Ehe und bezeichnete die Scheidung als den Fehler, den er am meisten bereue. Seine Ex-Frau ist da jedoch anderer Meinung: Sie erklärte, sie sei froh, nicht mehr mit ihm zusammen zu sein.

Jeffrey Epstein und Bill Gates auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto aus den Epstein-Akten
United States Department of Justice
Jeffrey Epstein und Bill Gates auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto aus den Epstein-Akten
Jeffrey Epstein und Bill Gates auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto aus den Epstein-Akten
United States Department of Justice
Jeffrey Epstein und Bill Gates auf einem von der US-Justiz veröffentlichten Foto aus den Epstein-Akten
Bill und Melinda Gates im April 2017
Getty Images
Bill und Melinda Gates im April 2017
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